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Das sind die Content Marketing Trends 2017

21. Dezember 2016

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Snapchat, Instagram Stories, Twitter Moments – Messenger Apps und visuelles Storytelling prägten  dieses Jahr. Was 2017 davon übrig bleibt und welche neuen Content Marketing Trends uns erwarten, lesen Sie hier.

1. Content-Flut fordert besseres Storytelling

60 Sekunden vergehen wie im Flug. Im Netz verbreiten sich in dieser kurzen Zeit jedoch schon Massen an Inhalten. Pro Minute entstehen laut doz.com:

  • 56.000 neue Bilder auf Instagram
  • 280.000 versendete Snaps in Snapchat
  • 430.000 Tweets auf Twitter
  • 3.000.000 neu geteilte Inhalte auf Facebook

Sie sehen: Inhalte entstehen online extrem schnell und die Masse an Content wächst unaufhörlich.  Deshalb wird es für Unternehmen immer wichtiger, ihre Inhalte in überzeugende Geschichten mit starken Bildern zu packen. Einerseits, um Ihre anvisierte Zielgruppe überhaupt zu erreichen. Andererseits, um die zunehmend kritischen Konsumenten zu überzeugen. Die Kunden von heute äußern ihr Missfallen – gerade in den sozialen Netzwerken. Selbst große Brands bekommen es schnell zu spüren, wenn sie fehlerhafte Produkte auf den Markt bringen, ihr Kundenservice nicht hilfsbereit ist, oder sie sich bei Ihrer Werbung im Ton vergreifen.

Klasse statt Masse heißt daher die Devise für Ihr Content Marketing. Gutes Storytelling ist die Voraussetzung für erfolgreiche Kampagnen. Kreative und originelle Inhalte schaffen – das ist das K das A und O. Und vielleicht müssen selbst große Marken manchmal auch anecken, um die Aufmerksamkeit im Netz auf sich und Ihre Angebote zu lenken. Selbstbeweihräucherung zieht bei den Usern jedenfalls nicht mehr. Daher wird mitreißendes Storytelling 2017 noch wichtiger.

Ziehen Sie Ihr Publikum in den Bann – mit spannenden Geschichten, die Emotionen wecken. Hören Sie auf Ihre Zielgruppe und zeigen Sie Gesicht. So backen Sie ein Content-Plätzchen, das aus der Masse heraussticht.

2. Content Marketing Trends: Guck mal, wer da filmt

Der Heimkommen-Clip von Edeka hat 2015 wieder bewiesen: Bewegtbild hebt visuelles Storytelling auf ein neues Level. Dieser Trend wird sich im nächsten Jahr noch verstärken. Visuelle Inhalte berühren – sie sind authentischer und generieren mehr Aufmerksamkeit als reine Texte. Dabei nimmt Live-Streaming, also das Filmen in Echtzeit, eine immer bedeutendere Rolle ein. Big Player wie Snapchat, Facebook, Twitter oder Instagram setzen verstärkt auf Live-Videos – und bieten mit diesen Features neue Gestaltungsmöglichkeiten für Online Marketing-Experten.

Darin liegt eine große Chance für Ihr Unternehmen. Ob Messen, Produktvorstellungen, Seminare oder der Teamausflug – kein anderes Medienformat lässt Nutzer besser am Ereignis teilhaben als ein Live-Video. Probieren Sie es aus: Machen Sie Ihren Kollegen zum Regisseur und lassen Sie ihn zum Beispiel den Standaufbau bei Ihrem nächsten Messebesuch mit einer App filmen. Ihre Community wird sich über den Blick hinter die Kulissen freuen.

Gleichzeitig kommen Sie mit Video-Content den Bedürfnissen des Publikums entgegen. Denn es sind vor allem visuelle Inhalte, die Nutzer gerne konsumieren, teilen und weiter empfehlen. So entsteht auch immer mehr User Generated Content im Netz. Mit visuellen Inhalten sind Sie daher nah am User dran.

Content Marketing Trends: "obile first" heißt die Devise.

Content Marketing Trends: Nutzer verbreiten visuelle Inhalte vor allem mobil. © choostudio, iStock

3. Bis der Akku glüht: Mobile schlägt Desktop

Schon jetzt konsumieren wir mehr als 50 Prozent der Inhalte im Netz auf Smartphones. Dank LTE-Standard lassen sich mittlerweile auch Videos unterwegs in HD-Auflösung ansehen. Das macht Mobile im Content Marketing auch 2017 unverzichtbar. Responsive Design und andere mobile Technologien sollten auch in Ihrem Unternehmen zum Standard werden. Schließlich wollen Sie die wertvolle mobile Zielgruppe behalten und vergrößern.

Eine wichtige Rolle spielt bei dieser Entwicklung Google. Der Suchmaschinen-Gigant wird seinen Index auf mobil umstellen. Das bedeutet, Google wird in Zukunft bevorzugt die mobile Version einer Website für deren Bewertung im Hauptindex zu Grunde legen. Die Konsequenz: Websites, die nicht mobil optimiert sind, droht mittelfristig eine Abstufung im Ranking der Suchergebnisse.

Für Content Marketer heißt das erst recht: „mobile first“. Optimieren Sie Ihre Inhalte für eine ansprechende Darstellung auf Smartphones. Nutzen Sie die Features von Mobile Apps, um Content zu schaffen und zu verbreiten – etwa Snapchat Stories oder Instagram Stories. Damit erreichen Sie Ihre Zielgruppe dort, wo sie sich aufhält. So bieten Sie Ihren Usern die mobile Erfahrung, die sie sich wünschen – ohne lange Ladezeiten.

4. Let’s seed: Content Distribution wird wichtiger (und teurer)

Die Content Promotion über Social Media hat 2016 schon einen großen Teil der Marketing-Budgets beansprucht. Das wird sich im neuen Jahr nicht ändern. Reichweite bleibt auch 2017 eine der wichtigsten Kennzahlen im Content Marketing. Doch dafür müssen Sie verstärkt bezahlen – gerade bei Facebook. Da der Social Media-Riese seinen Newsfeed-Algorithmus geändert hat, verlieren Inhalte von Publishern und Marken an Sichtbarkeit. So verringert sich die organische Reichweite für Unternehmen, die kein Geld für die Distribution ihres Contents ausgeben wollen.

2017 wird auch Native Advertising eine große Rolle spielen. Da User Banner und Pop-Ups immer häufiger mit AdBlockern aussperren, ist Online Werbung in einem redaktionellen Umfeld vielversprechend. Ob Listicles, Ratgebertexte, Experten-Interviews, Videos oder Infografiken – Native Advertising umspannt alle Content-Formate und lässt sich auf jeder Plattform bzw. jedem Endgerät ausspielen.

Die Ausgaben für Content Marketing werden nächstes Jahr daher steigen. Allerdings vergrößern sich auch die Optionen: So erweitern etwa Snapchat und Instagram ihre Werbeformate. Dort können Sie zukünftig verstärkt in Werbeflächen oder Kampagnen investieren. Gerade Snapchat bietet sich für bezahltes Content Seeding an, da die Nutzerzahlen stark wachsen.

5. VR-Technik: Willkommen in der Zukunft

Erinnern Sie sich an Pokémon Go? Der Hype um das Smartphone Spiel war so monströs wie kurzlebig. Doch 600 Millionen Downloads und Platz zwei in den deutschen Google-Suchbegriffen 2016 zeigen, wie sehr Pikachu & Co. eingeschlagen haben. Die rasende Verbreitung beweist: Konsumenten nehmen eine neue Technologie schnell an, wenn der Inhalt zum Erlebnis wird. Bezogen auf Content Marketing Trends hat die Hatz nach den knuffigen Fantasy-Tieren einen Stein ins Rollen gebracht, der 2017 Fahrt aufnehmen wird.

Denn das nächste Level dieser erweiterten Realität („Augmented Reality“) wartet bereits: Virtual Reality (VR) ist mittlerweile so weit entwickelt, dass die Technik massentauglich wird. Geräte wie Oculus Rift, Playstation VR, oder das HTC Vive ermöglichen, virtuelle Welten in bis dato unbekannter Qualität kennenzulernen.

Das Smartphone spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit einem Aufsatz wie dem Google Cardboard und der dazugehörigen App springen Nutzer von ihrem Display direkt in VR-Umgebungen. Das eröffnet neue Perspektiven für Content Marketing – etwa, dass Content auch an Orten außerhalb von Website, Blog oder Social Media stattfindet und durch VR-Technik tatsächlich erlebbar wird.

Mit The North Face nutzt bereits eine Weltmarke VR-Technik gezielt für Marketing-Aktionen. So verteilte der Hersteller von Outdoor-Kleidung in einem koreanischen Einkaufszentrum Oculus-Brillen an seine Kunden. Anschließend schickte er sie auf eine VR-Schlittenfahrt – natürlich eingepackt in Jacken aus der neuen Kollektion. Aber was dann passierte, sprengt alle Grenzen…

Fazit:

Sie sehen – die Content Marketing Trends versprechen ein spannendes Jahr:

  • Storytelling wird bedeutender denn je,
  • Content Marketing richtet sich auf visuelle Inhalte aus,
  • Mobile Inhalte dominieren die Content-Produktion,
  • Investitionen in die Content Distribution steigen und,
  • VR-Technik ermöglicht neue Strategien und Inhaltsformate.

Was denken Sie, welche Content Marketing Trends das nächste Jahr prägen werden? Wir freuen uns auf Ihre Meinung als Kommentar!

Bildquelle: © mangsaab, iStock

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Christof Nikolai

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