So setzen Super Bowl Ads Content Marketing ein

8. Februar 2016

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Der Super Bowl ist jedes Jahr wieder DAS Ereignis der Werbebranche. Große Firmen zahlen Millionen, um ihr Super Bowl Ad in der Werbepause zu platzieren. Damit sich diese Investition auch lohnt, setzen die Werbespots gezielt Content Marketing und Storytelling ein. Annika hat deshalb ganz genau hingeschaut …

Gestern fand eines der spektakulärsten Medienereignisse (und eines der beliebtesten Sportevents) des Jahres statt: der Super Bowl! Jedes Jahr konkurrieren die größten Firmen-Schwergewichte mit ihren Super Bowl Ads um die Aufmerksamkeit der Zuschauer. 5 Millionen US-Dollar und mehr zahlen sie, um ihre 30 bis 60 Sekunden Sendezeit zu bekommen.

Warum nutzen Super Bowl Ads Content Marketing?

Doch was macht diese Clips so interessant? Warum freuen wir uns auf einmal auf die Werbepause, während wir den Fernseher sonst stumm schalten? Die Super Bows Ads sind die ganz großen Kaliber des Marketing.

Die Firmen nutzen Content Marketing in ihren Werbespots, um

  • ihre Unternehmenswerte zu transportieren,
  • ihr Image auf diese Werte hin zu trimmen und
  • (teilweise) eine ganz bestimmte Zielgruppe direkt anzusprechen.

Und die Werbespots integrieren Storytelling, um

  • die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und Spannung zu erzeugen sowie
  • Emotionen auszulösen: Freude, Mitgefühl, Euphorie, Überraschung, Besorgnis.

Durch die Emotionen, die die Super Bowl Ads in den Zuschauern auslösen, bleiben sie in Erinnerung. Und wenn sich Leute an die Spots erinnern, erinnern sie sich auch an die Marke.

Wie die Faust aufs Auge passt hierzu auch ein Zitat, das erfolgreiches Content Marketing für uns auf den Punkt bringt:

I’ve learned that people will forget what you said, people will forget what you did, but people will never forget how you made them feel. – Maya Angelou

Sehen wir uns deshalb genauer an, wie einige der beliebtesten Super Bowl Ads von diesem Wochenende Content Marketing und Storytelling einbauen:

Budweiser: Influencer-Marketing, Unternehmenswerte und Männlichkeit

Budweiser schlägt mit seinen zwei recht gegensätzlichen Werbeclips gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Das eine Video spricht die Vernunft und das andere die rohen Emotionen der Zuschauer an.

Im ersten Video hält die Schauspielerin Helen Mirren eine Standpauke über Alkohol am Steuer. Der Spot transportiert Werte wie Verantwortung und fördert so ein positives Image der Marke Budweiser. Außerdem läuft hier Influencer-Marketing zur Höchstform auf: Ohne Helen Mirren würde sich niemand den Spot ansehen – dafür ist er schlichtweg zu langweilig.

Das zweite Super Bowl Ad von Budweiser lässt im starken Gegensatz den Zuschauer euphorisch und beeindruckt zurück. Die mitreißende Musik, die Feierstimmung, die Ehrfurcht einflößenden Nahaufnahmen der galoppierenden Pferde und die Message (richtiges amerikanisches Bier, das nichts für Weicheier ist) appelliert an die Emotionen vor allem der männlichen Zuschauer. Die Vernunft hat hier nichts verloren – kein einziges Wort wird gesprochen. Budweiser spricht mit diesem Werbeclip eine ganz bestimmte Zielgruppe an: patriotische, amerikanische Männer mit einer eher traditionellen Auffassung von Maskulinität.

Bud Light: lockeres und lustiges Image

Mit seinem weniger normativen Ansatz als Budweiser (nur Idioten fahren betrunken Auto; echte amerikanische Männer trinken echtes amerikanisches Bier) zeigt Bud Light seine Werte der „inclusivity, positivity and fun.

  • „Inclusivity“: Die Comedians Amy Schumer und Seth Rogen und die nicht-geschlechtsspezifische Message sprechen sowohl die männliche als auch die weibliche Zielgruppe
  • „Positivity and fun“: Der Spot nimmt die derzeit laufende amerikanische Wahlsaison und den amerikanischen Patriotismus an sich auf den Arm.

Somit baut Bud Light ein lockeres Image auf und zeigt, dass sich die Firma auch selbst nicht zu ernst nimmt.

AXE: inspirieren und provozieren

Content-Marketing bietet den Konsumenten idealerweise eine Lösung für ein Problem. Hier setzt AXEs Super Bowl Ad an. Das Kampagnen-Motto lautet „find your magic“. Damit ist gemeint, dass jeder schon das gewisse Etwas hat, er es nur finden und herausarbeiten muss (das USP quasi J). Der Werbespot evoziert also Emotionen: er inspiriert, euphorisiert und ermutigt.

Außerdem provoziert er: Der Spot stellt das typische Bild von Maskulinität (siehe das zweite Budweiser-Video) auf den Kopf: Ein Mann tanzt in Highheels, während der nächste mit Kätzchen kuschelt. Dadurch bietet AXE den Zuschauern Gesprächsstoff über das Video und somit auch über AXE als Marke.

Bildquelle: © Pixabay

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Annika Neujahr

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