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Clubhouse: Das steckt hinter dem Hype um die Social-Media-App

3. Februar 2021

Oprah Winfrey, Drake, FDP-Chef Christian Lindner und Investor Frank Thelen – sie alle nutzen Clubhouse, die neue Social-Media-App. In den USA ist sie längst bekannt. In Deutschland löste sie erst vor wenigen Tagen einen echten Hype aus. Die App bietet eine Plattform für spannende Diskussionen unter Experten, an denen sich Nutzer live beteiligen können. In der Community mitzuwirken, ist aber gar nicht so einfach. Wir erklären, was den Audio-Chat so besonders macht und warum sich viele dafür interessieren.

Clubhouse: Das bietet die App

Bei Clubhouse stehen ausschließlich gesprochene Inhalte im Fokus. Die Nutzer hören sich Diskussionen zu allen möglichen Themen an, wie bei einem Podcast. Der Unterschied: Alles ist live und wird nicht mitgeschnitten. Sie können die Diskussion also nicht speichern, um sie später abzuspielen. Außerdem sind Sie nicht nur ein Zuhörer – Sie wirken aktiv an den Gesprächsrunden mit. Natürlich nur, wenn Sie möchten.

Wie funktioniert Clubhouse?

Die Diskussionen finden in sogenannten Chat-Räumen statt. Sie können zwischen diesen hin- und herspringen und dort reinhören, wo es Ihnen gerade gefällt. Auch ist es möglich, eigene Rooms zu eröffnen egal ob privat oder öffentlich.

Innerhalb der Gesprächsräume sind die User in drei unterschiedliche Rollen eingeteilt:

  • Der Moderator: Er lenkt die Diskussion, bestimmt, wer Sprecher ist, und entzieht diese Rolle gegebenenfalls wieder.
  • Die Sprecher: Sie sind diejenigen, die diskutieren und Beiträge zu einem bestimmten Thema leisten. Will ein User zum Sprecher werden, signalisiert er dies dem Moderator durch ein virtuelles Handzeichen.
  • Die Zuhörer: Sie lauschen Diskussionen, tragen aber selbst nichts bei.

Wie werde ich Mitglied bei Clubhouse?

Sie nutzen Android? Dann haben Sie aktuell noch Pech gehabt. Clubhouse gibt es derzeit ausschließlich für Apple-Geräte. Auch wenn Sie ein iPhone zur Hand haben, funktioniert die App nicht einfach so. Denn Sie brauchen eine Einladung von jemandem, der bereits ein Community-Mitglied ist.

Haben Sie sich registriert, dürfen Sie zwei Invites versenden. Der Zugang ist also beschränkt – und genau das macht Clubhouse so faszinierend. Die Macher verknappen das Angebot künstlich, damit wird die App für viele User erst interessant. Schließlich will jeder mitbekommen, was in diesem exklusiven Zirkel diskutiert wird.

Clubhouse: Was planen die Macher für die Zukunft?

Noch steckt Clubhouse in den Kinderschuhen. Doch wie geht es mit der App weiter? Laut den Gründern Paul Davison und Rohan Seth ist geplant, sie irgendwann ohne Einladung nutzen zu können. Wann das allerdings soweit sein wird, ist noch unklar. Schließlich ist die App unter anderem so interessant, weil sie exklusiv ist. Auch die Frage wie und ob Moderatoren bald Geld über die Plattform verdienen ist bislang unbeantwortet.

Die Clubhouse-App: Vielversprechender Trend mit Startschwierigkeiten

Ist Clubhouse also nur ein kurzer Hype oder der neue Stern am Social-Media-Himmel? Noch ist das schwer zu sagen, schließlich gibt es die App erst seit März 2020.

Entscheidend für den Erfolg von Clubhouse wird sein, wie dessen Macher mit Kritik an der App umgehen. Bislang verfolgen und bestrafen sie Regelverstöße wie Beleidigungen während der Diskussionen noch zu wenig. Auch datenschutzrechtlich gibt es kritische Stimmen: Wer eine Person einlädt, gewährt der App gleichzeitig vollen Zugriff auf sein Adressbuch. So sammelt sie Daten, auch von den nicht eingeladenen Kontakten.

Sicher ist aber, dass Clubhouse jede Menge Potential mit sich bringt. Sie greift den gegenwärtigen Audio- und Podcast-Trend auf und lässt User aktiv mitwirken. Außerdem macht Clubhouse es seinen Usern einfach, sich zu vernetzen: Durch private und öffentliche Räume entstehen ständig neue Communities.

Behalten sie Clubhouse 2021 daher unbedingt im Blick!

Titelbild: © Blackzheep / istockphoto.com