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Content Check: Smarte Tipps und Tools

2. Mai 2017

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Endlich ist Ihre Website online! Zufrieden lehnen Sie sich zurück und freuen sich über die tollen Inhalte, die Sie den Usern bieten. Doch erst der Content Check zeigt, ob Sie den Nagel auf den Kopf beziehungsweise den Anspruch Ihrer Zielgruppe treffen. Lesen Sie hier, worauf es ankommt.

Content Check: Am Anfang war das (geschriebene) Wort…

Gut geschrieben ist halb gewonnen. Diese goldene Regel nehmen viele Unternehmen leider immer noch nicht ernst. So entstehen Webtexte wie dieser hier:

Schön, dass Sie uns gefunden haben. Wir sind ein mittelständisches Unternehmen, das seinen Hauptsitz und eine weitere Niederlassung in Deutschland hat. Wir zeichnen uns durch einen freundlichen und zuvorkommenden Service aus, sowie durch eine hohe Flexibilität. Wenn Sie sich für unser Unternehmen entscheiden, dann finden wir die beste Lösung in allen Bereichen.

Klingt das nicht gut? Die Firma begrüßt Sie freundlich und weist auf ihren umfassenden Service hin, der scheinbar jeden Kunden glücklich macht. Doch packen Sie Ihre Lupe aus! Sehen Sie genauer hin und machen Sie den Content Check. Wissen Sie nach dem Lesen des Textes

  • wer hinter der Firma steckt,
  • was genau sie anbietet,
  • wo Sie Informationen über die Produkte, Leistungen und die Firma an sich finden?

Lautet Ihre Antwort auf diese Fragen auch „Nein“? Dann haben Sie das Problem erfasst: User, die Ihre Website ansurfen, haben in der Regel ein konkretes Interesse, sprich ein Bedürfnis. Sie suchen zum Beispiel Informationen über ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung. Deshalb erwarten sie handfeste Antworten auf ihre Fragen. Bieten Ihre Inhalte dies nicht oder nur unzureichend, riskieren Sie, dass der User Ihre Website schnell wieder verlässt.

Die Lösung für das Problem: Zeigen Sie das richtige Gespür für den User und damit für Ihre Zielgruppe – mit Content, der

  • hochwertig,
  • relevant und
  • aktuell ist.

Diesen zu erstellen ist leichter gesagt, als getan. Zudem müssen Ihre Webinhalte für Suchmaschinen sichtbar sein (SEO). Denken Sie daran beim Content Check. Achten Sie auf eine punktgenaue Meta Description, das passende Keyword-Setting und verwenden Sie SEO-Tools, um Ihre Webinhalte für Google und Co. zu optimieren.

Nützliche Tools für den Content Check

Spezielle Online-Programme für die Textanalyse helfen Ihnen herauszufinden, ob Ihre geschriebenen Webinhalte hochwertig, aktuell und relevant sind.

Auf der Seite www.textanalyse-tool.de testen Sie kostenlos, ob Ihr Content gut lesbar ist. Dazu geben Sie einfach Ihren Webtext in das entsprechende Analysefeld ein. Die Seite überprüft Ihren Input und ordnet ihn auf einer Skala ein. Zu den Kriterien, nach denen das Programm bewertet, zählen etwa, ob Sie Passiv-Konstruktionen nutzen, wie lang Ihre Sätze sind und ob Sie Modalverben (können, sollen, müssen, etc.) verwenden. Als Resultat erhalten Sie einen Skalenwert, der von Null bis 100 reicht. Ab einem Wert von 60 gilt Ihr Webtext als gut lesbar.

Mit diesem Tool finden Sie heraus, ob Ihr Webtext gut lesbar ist.

Schnell und unkompliziert: Das Textanalyse-Tool zeigt Ihnen den Lesbarkeitsindex Ihrer Webinhalte an. © Eigener Screenshot

Zudem hilft Ihnen das Tool bei der Suchmaschinenoptimierung: Es überprüft, wie häufig Ihre Keywords auftauchen. Verteilen Sie die Keywords gleichmäßig, qualifiziert dies Ihren Text für eine tendenziell höhere Platzierung in den Suchergebnissen (SERPs). Das kostenlose Tool www.wortwolken.com analysiert bei Texten oder Websites, wie häufig Sie bestimmte Wörter verwenden. Das Ergebnis visualisiert das Programm in Form einer Wortwolke. Je öfter die Begriffe vorkommen, desto größer stellt sie das Programm in der Wolke dar. Das Layout der Wortwolke passen Sie nach Belieben an, indem Sie zum Beispiel die Farben ändern. So erhalten Sie eine schnelle Übersicht, um welche Themen sich der gewählte Web-Inhalt dreht. Damit kontrollieren Sie, ob der Fokus richtig gelegt ist. Verfassen Sie zum Beispiel einen Webtext über ein bestimmtes Produkt, sollte dessen Name deutlich in der Wortwolke zu sehen sein.

Simpel und hilfreich: Das Tool wortwolken.com

Diese Wortwolke zeigt die Themenschwerpunkte von unserem Blog www.welovecontent.de. © Eigener Screenshot

Prüfen Sie mit dem Programm auch, ob Ihre Keywords zum gewählten Webinhalt passen und bessern Sie gegebenenfalls nach.

The day after: Content Check und dann?

Gut, nach dem Content Check wissen Sie, dass Sie Ihre Inhalte optimieren müssen. Doch wie geht’s weiter? Wie füllen Sie das weiße Papier beziehungsweise die leere Website mit den richtigen Texten?

Halten Sie sich am besten an die Grundlagen des Hamburger Verständlichkeitsmodells. Dieses Konzept gibt Ihnen Richtlinien vor, wie Sie Texte so verfassen, dass sie leserfreundlich und informativ sind. Dazu gehören folgende Faustregeln:

  • Formulieren Sie aktiv statt passiv.
  • Verwenden Sie starke Verben statt Substantivierungen.
  • Vermeiden Sie Hilfsverben wie „haben“, „sein“ oder „werden“.
  • Streichen Sie Modalverben wie „können“, „sollen“, „müssen“ oder „dürfen“.
  • Schreiben Sie kurze Sätze statt lange, verschachtelte Sätze.
  • Verzichten Sie auf Füllwörter wie „ja“, „also“ oder „sogar“.
  • Erklären Sie Fremdwörter, Fachausdrücke und sperrige Begriffe.

Denken Sie zudem daran, dass Sie die User leiten – sprich, Sie führen Sie zu den Antworten, die Sie auf Ihrer Website suchen:

  • Integrieren Sie Handlungsaufforderungen, die sogenannten Call-to-Actions. Ein Beispiel: „Jetzt unsere Preisliste ansehen“.
  • Stellen Sie Informationen so übersichtlich dar, dass User Sie schnell finden.
  • Bieten Sie eine oder mehrere Kontaktmöglichkeiten an, damit User sich bei Anliegen an Sie wenden können – etwa via Telefon oder einem Kontaktformular.

Königsdisziplin Tone of Voice

So hilfreich die erwähnten Tools und weitere Analyseprogramme für den Content Check sind – sie ersetzen nicht Ihr Auge beziehungsweise Ihr persönliches Gespür. Bewerten Sie Ihre Inhalte daher immer mit gesundem Menschenverstand. Versetzen Sie sich in Ihre Zielgruppe und fragen Sie sich, ob Ihre Inhalte die Informationen bieten, die sich die User wünschen. Denken Sie daran, dass Ihr Content in erster Linie Ihre Zielgruppe ansprechen muss – nicht die Suchmaschinen.

Im Idealfall transportieren Ihre Webtexte nicht nur Informationen, sondern auch Ihre Unternehmensstimme, sprich den Tone of Voice. Dieser verrät viel über den Stil in Ihrer Firma, und die Werte, die für Sie und Ihre Mitarbeiter zählen. Behalten Sie im Hinterkopf, dass Sie Ihre Inhalte in der Sprache wiedergeben, die zu Ihrem Unternehmen passt.

Fazit: Ein Content Check bringt Ihnen detaillierte Erkenntnisse darüber, ob und wie gut Ihre Webinhalte Ihr Angebot und Ihr Unternehmen repräsentieren. Zusätzlich erhalten Sie wertvolle Hinweise, wie Sie Ihr Online-Angebot so optimieren, dass Sie damit sowohl Ihre Zielgruppe als auch die Suchmaschinen erreichen. Nutzen Sie dieses Wissen!

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Christof Nikolai

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