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Teaser: Die drei schlimmsten Fehler

1. Oktober 2014

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Zu umständlich, zu geschwätzig, zu banal – solche Teaser gibt es im Internet zuhauf. Ist der Online-Teaser schlecht, merkt das der User sofort: Er wird den Köder nicht schlucken. Der dazugehörige Artikel kann dann noch so informativ sein – der User hat keine Lust mehr, ihn zu lesen. Und die Konkurrenz wartet nur einen Klick entfernt. Lesen Sie hier, welche Fehler bei Teasern uns immer wieder auffallen.

Fehler Nummer 1: Der erste Satz ist zu lang

Beispiel:

„Wie jedes Jahr an Weihnachten laufen im TV wieder etliche Kultfilme, die schon fest im Fernsehprogramm der Feiertage verankert sind: Sissi, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Der kleine Lord, usw.“

Der erste Satz geht über mehrere Zeilen. Trotz dieser Länge weiß der User anschließend nicht, worum es in dem Artikel geht. Er fragt sich, welche Neuigkeit ihm da wohl geboten wird, wenn der Teaser schon so nichtssagend klingt.

So machen Sie es besser: Schreiben Sie kurze, knackige Einstiegssätze, die neugierig machen und einen Leseanreiz bieten. Denken Sie daran: Der erste Satz ist besonders wichtig beim Teaser. Denn die meisten Online-User überfliegen die Seiten und lesen häufig nur die Überschriften, Teaser und Textanfänge. Zum Beispiel so:

„Ein Motorrad, ein Mann, ein Lebensgefühl. Auf seinem Chopper brauste Peter Fonda in ‚Easy Rider‘ in Richtung Freiheit – ein Sinnbild der Hippie-Generation. Jetzt kommt die Harley Davidson unter den Hammer.“ (spiegel.de)

Fehler Nummer 2: Der Teaser beginnt zu banal

Beispiele:

„Fahrradkindersitze haben Vor- und Nachteile.“

Jedes Wochenende zieht die Fußball-Bundesliga Millionen Fans in ihren Bann.“

Diese Einstiegssätze sind zwar relativ kurz, langweilen aber durch ihre Banalität. Dass ein Produkt Vor- und Nachteile hat, überrascht niemanden. Und dass die Bundesliga Millionen Fans hat, weiß jeder, der halbwegs informiert ist. Kein User will sich für dumm verkaufen lassen. Liest er solche Einstiegssätze auf einer Seite öfter, wird er sie schnell als uninteressant einstufen und nicht mehr wiederkommen.

So machen Sie es besser: Kurze Sätze im Teaser sind zwar sinnvoll, weil sie am Bildschirm leicht lesbar und verständlich sind. Der Einstiegssatz sollte jedoch den User abholen und zum Beispiel mit einem unschlagbaren Vorteil eines Produkts beginnen oder mit einer absoluten Neuigkeit überraschen. Das macht den Leser neugierig, und er will mehr darüber erfahren. Zum Beispiel:

„Sie fahren viel Fahrrad, bewegen sich gerne draußen und möchten Ihr Kind mitnehmen? Ob Kinderfahrradsitz oder Fahrradanhänger, Sie treffen in jedem Fall eine gute Entscheidung. Denn frische Luft ist für Ihr Kind sehr wichtig und gleichzeitig     schonen Sie die Umwelt. Bei der Entscheidung, welche Variante zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt, möchten wir Sie unterstützen.“ (windeln.de)

Fehler Nummer 3: Zu viele Informationen und Zahlen

Beispiel:

„Weltweit leiden etwa 346 Millionen Menschen an Diabetes mellitus, schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In Deutschland gibt es ungefähr acht Millionen Diabetiker, Tendenz steigend. Die Zahl der Kranken hat sich innerhalb der vergangenen zwanzig Jahre vervielfacht. Schuld am Diabetes ist ein Hormon: das Insulin.“

Die vielen Zahlen und Informationen im Teaser überfordern den User. Er will erst einmal herausfinden, ob das Thema für ihn relevant ist. Dafür benötigt er keine Zahlen und Vergleiche.

So machen Sie es besser: Beschränken Sie sich auf das eigentliche Thema des Textes. Und nennen Sie das Kind beim Namen – mit einfachen, klaren Worten. Geht es um eine neue Form der Behandlung von Diabetes, dann schreiben Sie genau das in den Teaser. Wollen Sie in Ihrem Artikel über das Hormon Insulin informieren, fangen Sie Ihren Teaser damit an. Zahlen und Fakten dagegen gehören in Ihren Artikel. Zum Beispiel:

Für viele Bundesbürger gehören Gelenkschmerzen zum Alltag. Wenn Hüfte, Finger und Knie Probleme bereiten, stecken meist Arthrose oder Rheuma dahinter. Kühles, feuchtes Wetter verschlimmert die Symptome. Die Kälte zu meiden, ist trotzdem nicht die richtige Strategie. Lesen Sie, was wirklich hilft.“

Lesen Sie dazu auch unsere Tipps, wie Sie einen guten Teaser schreiben.

© Copyright: RomoloTavani – iStockphoto
Autor: Marlis Reisenauer

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