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Newsletter: Die drei schlimmsten Fehler

18. Juni 2014

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Der Newsletter gehört auch in Zeiten von Social Media und Content Marketing zu den wichtigsten Marketing-Instrumenten, um Kunden langfristig zu binden. Umso erstaunlicher ist es, dass viele Unternehmen immer noch einiges falsch machen. Drei häufige und besonders gravierende Fehler  stelle ich Ihnen hier vor.

Fehler 1: Schlechte Betreffzeile

Beispiel 1: Newsletter Nr. 10/2014
Beispiel 2: Unser Juni-Newsletter ist da!
Beispiel 3: Angebot des Monats – mit diesem trendigen, top-aktuellen…

Solche nichtssagenden, langweiligen oder abgeschnittenen Betreffzeilen bringen die wenigsten Empfänger dazu, einen Newsletter zu öffnen. Und doch tauchen sie jeden Tag in unseren Postfächern auf. Dass sie ungelesen gelöscht werden, ist meistens die logische Konsequenz – eine vertane Chance für den Absender.

So machen Sie es besser:
Die Betreffzeile ist ausschlaggebend dafür, ob ein Empfänger neugierig auf den Inhalt Ihres Newsletters wird oder die E-Mail löscht. Nehmen Sie sich deshalb etwas Zeit, um eine knackige Betreffzeile zu formulieren. Das schaffen auch wir Profi-Texter nicht aus dem Stegreif.

Fassen Sie das wichtigste Thema Ihres Newsletters in wenigen Worten zusammen. Beschränken Sie sich dabei auf maximal 50 Zeichen. Ist die Zeile länger, schneiden manche E-Mail-Dienste sie mitten im Satz ab. Nennen Sie wichtige Schlüsselbegriffe am Anfang und erwähnen Sie bereits hier den entscheidenden Vorteil für den Empfänger. Zwei Bespiele für gute Betreffzeilen sind diese:

Beispiel 1: 3 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung
Beispiel 2: Sommerrabatte im Juni: Top-Mode zum halben Preis

Lesen Sie dazu auch diese Tipps in unserem Blog-Beitrag „Die Betreffzeile im Newsletter: kurz und nützlich“.

Fehler 2: Nutzlose und uninteressante Inhalte

Langweilige, uninspirierte Themen ohne Nachrichtenwert – das will nun wirklich keiner lesen. Genauso etwas passiert jedoch, wenn kein Konzept hinter dem Newsletter steckt. Wenn dann der nächste Newsletter ansteht und noch keine Inhalte feststehen, werden Belanglosigkeiten und Verlegenheitsthemen zusammengetragen. Die Abonnenten merken das schnell. Sie werden nicht lange zögern und ein solches Mailing wieder abbestellen.

So machen Sie es besser:
Gehen Sie strategisch vor, wenn Sie Ihren Newsletter planen. Am besten erstellen Sie einen Themenplan für mindestens ein halbes Jahr. Tragen Sie Firmenevents und Produkterscheinungen ein. Beobachten Sie aktuelle Trends in Ihrem Geschäftsbereich. Und fragen Sie Ihr Team – vom Marketing bis zur Produktion – nach Vorschlägen und Ideen, die Ihre Kunden interessieren und nützlich für sie sein könnten.

Finden Sie auch heraus, wie die Themen bei Ihren Lesern ankommen. Fast alle E-Mail-Dienste bieten inzwischen ein Monitoring des Empfängerverhaltens an. So können Sie nachvollziehen, wie hoch die Öffnungs- und die Klickrate sind. Werten Sie die gesammelten Daten sorgfältig aus und ziehen Sie die richtigen Schlüsse daraus. Wenn Sie merken, dass bestimmte Themen nicht angeklickt werden, probieren Sie neue aus. Oder fragen Sie Ihre Abonnenten direkt nach ihren Interessen. Mit einer kleinen Umfrage zeigen Sie, dass Sie Ihre Leser ernst nehmen und Ihnen die Themen anbieten wollen, die sie interessieren.

Fehler 3: Unübersichtlicher und zu langer Newsletter

Eine endlose Textwüste wird lediglich von ein paar Links unterbrochen, alles sieht gleich aus. Außerdem reihen sich zu viele verschiedene Themen aneinander. Sich bei einem solchen Newsletter einen schnellen Überblick über die Inhalte zu verschaffen, ist nicht möglich. Dass die Abonnenten abspringen, verwundert da nicht.

So machen Sie es besser:
Stehlen Sie Ihren Lesern nicht die Zeit und beschränken Sie sich auf wenige Themen pro Mailing. Die meisten Leser überfliegen Ihren Newsletter in wenigen Sekunden. Deshalb sollte er klar gegliedert sein. Dann ist er auch am Bildschirm gut lesbar. Erstellen Sie zum Beispiel kurze und knackige Teaser, die sich optisch deutlich voneinander abgrenzen. Dazu prägnante Headlines und passende, hochwertige Bilder, die den Newsletter auflockern.

Wichtige Informationen stehen am Anfang. Sie sollten mit der Betreffzeile korrespondieren, damit der Leser nicht lange nach dem Versprechen aus dem Betreff suchen muss. Schreiben Sie kurze Sätze, vor allem Hauptsätze, die der Leser schnell erfassen kann. Denken Sie am Ende eines Teasers auch an den Call-to-Action, der den User auf eine Unterseite führt, auf der er mehr über Ihr Thema erfährt – ein wichtiger Schritt zur Kundenbindung.

Autor: Marlis Reisenauer
Bildquelle: © bb_1/iStockphoto

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