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Marketing mit Influencern: Goldesel oder Unsinn?

12. Januar 2018

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Wie erfolgsversprechend sind Marketingkampagnen mit Influencern tatsächlich? Eine US-amerikanische Agentur wollte es genau wissen und hat 4.000 Social-Media-User zum Thema Influencer-Marketing befragt. Janina stellt Ihnen die wichtigsten Ergebnisse der Studie vor.

Damit Ihre Marketingmaßnahmen nicht verpuffen, hat die Marketingagentur Olapic im November 2017 mehrere tausend Social-Media-User aus den USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich befragt. Ziel war es, herauszufinden,

  • was für Ihre potenziellen Kunden eigentlich ein Influencer ist,
  • auf welchen Kanälen sie sich am meisten von Influencer-Marketing beeinflussen lassen und
  • welche Themen beim Influencer-Marketing am meisten Erfolg versprechen.

Defintion: Was ist ein Influencer?

Influencer sind zum Beispiel Blogger, YouTuber oder Instagrammer. Generell ist die Reichweite von Influencern in den sozialen Netzwerken hoch und in ihrer Community gelten sie als Experten und/oder Vorbilder. Marketing-Experten unterscheiden zwischen Micro- und Macro-Influencern, die unterschiedliche Fanzahlen und Interaktionsraten haben.

Was muss ein Influencer mitbringen?

Engagement, Interaktionsraten, Reichweite – diese Begriffe kommen aus der Marketing-Welt. Für Ihre Kunden spielen sie keine Rolle. Welche Qualitäten muss ein Influencer also mitbringen, damit er das Vertrauen der User gewinnt?

Nach Meinung der Befragten in der Studie sind dafür besonders diese zwei Faktoren ausschlaggebend:

  1. Menschen, denen sie online folgen, müssen authentisch und
  2. die geposteten Inhalte auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten

Außerdem wollen 44 % der befragten Frauen sehen, wie Produkte konkret angewandt werden. Besonders Männer gaben in der Befragung an, dass Expertise ihr Vertrauen in den Influencer stärkt. Das heißt: Gilt die Person, die auf Social Media Inhalte postet, als Experte in ihrem Bereich, vertrauen ihr die User.

Die Olapic-Studie zeigt: Was genau eigentlich Ihre Zielgruppe unter einem Influencer versteht, unterscheidet sich je nach Region und Altersklasse.

Influencer müssen keine VIPs sein. Grafik: © Futurebiz

Generell erkennen Social-Media-Nutzer einen Influencer anhand dieser Faktoren:

Für die User aus den USA ist augenscheinlich das Vertrauen entscheidend, das die Fans einem Influencer entgegenbringen. Nach Meinung der User aus Europa ist ein Influencer jemand, den ein Unternehmen dafür bezahlt, Produkte zu bewerben.

Facebook, Instagram, YouTube: Wer ist wo am empfänglichsten?

Die befragten User sind sich einig: Sie tummeln sich am liebsten auf YouTube, Instagram und Facebook. Für Frauen ist dabei Instagram der Influencer-Kanal Nummer eins. Männer hingegen sehen Influencer eher auf YouTube. Auf welchem Kanal sich die User am vor allem mit Influencern verbinden, bestimmt aber nicht nur das Geschlecht, sondern auch das Alter:

  • 25 bis 34-Jährige folgen Influencern am liebsten auf Facebook (42 %) und
  • 19 bis 24-Jährige konzentrieren sich eher auf Instagram (53 %).

Noch eine interessante Erkenntnis: Die Nutzer im Alter von 55 bis 61 Jahren fangen mit dem Begriff „Influencer“ am wenigsten an. Sie wissen weder, was ein Influencer ist noch folgen Sie meinungsbildenden Personen in den sozialen Netzwerken. Tatsächlich sinkt der Anteil der User, die sich mit einem Influencer verbinden wollen, mit dem Alter: Ab einem Alter von 35 bis 61 Jahren gibt bereits über die Hälfte an, keinem Influencer zu folgen.

Das bedeutet für Ihr Unternehmen: Konzentrieren Sie sich beim Influencer-Marketing auf User im Alter bis zu 35 Jahren. Schließen Sie außerdem auch immer Instagram in Ihre Marketing-Maßnahmen ein, wenn Sie eine besonders junge Zielgruppe erreichen möchten. Es gibt aber noch viele weitere gute Gründe dafür, auf Instagram zu werben.

Kosmetik oder doch Technik: Welche Themen funktionieren?

Das weitläufige Thema „Lifestyle“ ist in den sozialen Netzwerken immer noch ein Dauerbrenner – und auch beim Influencer-Marketing spielt es eine große Rolle: 72,2 % der von Olapic Befragten folgen einem Influencer aus dem Bereich Lifestyle. Besonders beliebte Lifestyle-Themen sind Kosmetik, Reisen und allen voran Mode.

Sie haben es bestimmt schon vermutet:

  • Mode ist ganz groß auf Instagram: 74 % der 16 bis 34-jährigen Befragten folgen Influencern aus diesem Bereich.
  • Doch auch bei Pinterest ist Fashion äußerst beliebt: 74 % der Pinterest-User stellen Bilderkollektionen aus dem Modebereich zusammen oder folgen Fashion-Influencern.

Funfact: Damit die modebegeisterten Nutzer einem Fashion-Influencer folgen, ist die Ästhetik wichtig – da sind sich die Befragten einig. Nur die Studienteilnehmer aus Großbritannien gaben an, dass sie einem Mode-Influencer folgen, weil sie seine Inhalte „inspirierend“ finden.

Fazit: Denken Sie strategisch

Eine interessante Erkenntnis zum Schluss: Tatsächlich kaufen nur 31 % der User Produkte, die ihnen ein Influencer empfiehlt. Es gibt also noch Raum nach oben. Gehen Sie bei der Wahl Ihres Wunsch-Influencers deshalb durchdacht vor und fragen Sie sich: „Wen will ich erreichen und was ist das Ziel meiner Kampagne?“. Dabei unterstützt Sie eine spezialisierte Agentur wie IDM – so steht Ihrem erfolgreichen Influencer-Marketing in den sozialen Netzwerken nichts mehr im Wege.

Bildquelle: © pexels

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Janina Ottma

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