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Mit Pinterest und Instagram durchstarten

11. Dezember 2014

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Pinterest und Instagram haben viel mehr zu bieten als hübsche Bildchen. Die beiden Social Media-Plattformen könnten schon im nächsten Jahr groß rauskommen. Erfahren Sie hier, welche Vorteile sie für Unternehmen bieten und warum es sich auch für Sie lohnt, ihren Markenauftritt auszubauen.

Bilder bleiben im Kopf. Sie lösen etwas aus, was Sie allein mit Worten nicht erreichen können. Ein kurzer Blick auf ein Foto genügt, sofort ist die Emotion des Moments, der Ausdruck des Motivs und die Atmosphäre verinnerlicht. Kein Wunder also, dass Bild-Content in sozialen Netzwerken boomt. Andreas Bersch, Gründer des Blogs Futurebiz schreibt Instagram und Pinterest in seinem Workshop „Chancen 2015“ das größte Marketing-Potenzial für nächstes Jahr zu.

Tipp: Noch nutzen die Plattformen vor allem Frauen, doch auch Männer finden immer mehr Gefallen an Pinterest und Instagram. Jetzt ist die richtige Zeit, sie abzufangen und anzusprechen.

Die Zahlen sprechen für sich: Derzeit sind mehr als 70 Millionen aktive Nutzer auf Pinterest aktiv. Der deutsche Markt hinkt mit geschätzt einer Million User zwar noch hinterher, zeigt aber ein rekordverdächtiges Wachstum auf. Pinterest gilt weltweit als die am zweitschnellsten wachsende Plattform. Spitzenreiter ist Instagram. Das Netzwerk hat diese Woche die 300 Millionen-Marke geknackt. Alleine in den vergangenen neun Monaten haben sich mehr als 100 Millionen Menschen angemeldet.

Die Unterschiede von Pinterest und Instagram

Pinterest und Instagram werden meistens in einem Atemzug genannt, dennoch heben sich die Plattformen deutlich voneinander ab. Die einzige Gemeinsamkeit ist eigentlich, dass beide auf Bilder setzen. Jedoch auf völlig unterschiedliche Weise.

Pinterest: Lesezeichen für Bilder

Tipp: Viele User nutzen die Suche auf Pinterest. Überlegen Sie deshalb genau, wie Sie Ihre Boards und Bilder benennen. Unter welchen Keywords wollen Sie gefunden werden? Zur Beantwortung dieser Frage schlüpfen Sie in die Rolle der User und überlegen sich, nach welchen Begriffen sie suchen. Wenn Sie Küchengeräte verkaufen, legen Sie zum Beispiel eine Pinnwand mit Kochrezepten an.

Pinterest ist wie eine digitale Pinnwand. Die Nutzer legen sogenannte „Pins“ (Bilder) an, die Sie in „Boards“ (Fotoalben) einordnen. Interessieren Sie sich zum Beispiel für Oldtimer, können Sie alle Bilder und Webfundstücke, die Sie inspirieren, in einem Ordner ablegen und sammeln.

Andere Nutzer mit ähnlichen Interessen können Ihre Boards abonnieren. Sobald Sie ein neues Bild hinzufügen, erscheint dieses im Stream Ihrer Follower. Auch Sie können jedem beliebigen Pinterest-Profil folgen oder Boards anderer Nutzer abonnieren. Alle Bilder lassen sich auch Repinnen, also auf der eignen Seite posten.

Wie Sie Pinterest für Ihr Unternehmen nutzen

  • Jeder User kann die Bilder von Ihrer Website auf Pinterest veröffentlichen. Ziehen Sie Ihren Nutzen daraus. Stellen Sie ausdrucksstarke Bilder von Ihren Produkten online und installieren Sie einen Social Plug-in. Wenn Sie es schaffen, dass Ihre Nutzer, Ihre Bilder pinnen, werben Sie automatisch für Ihr Unternehmen.
  • Pinterest hat einen riesigen Vorteil, denn mit Ihren Bildern wird automatisch auch die URL der Herkunftsseite verlinkt. Folglich fungiert jeder Repin als Backlink und erhöht die Zahl der Links auf Ihre Website. Die Reichweite und der Traffic Ihrer Website steigen.
  • 80 Prozent aller Pins sind Repins, weshalb Pinterest eine sehr starke Viralität zugesprochen wird.
  • Beim Repinnen machen sich die wenigsten Nutzer die Mühe, eine Beschreibung hinzuzufügen. Pinterest übernimmt automatisch die Information aus dem Alt-Tag. Formulieren Sie hier einen aussagekräftigen Satz mit einem Call-to-Action.

Instagram: Trendige Schnappschüsse

Tipp: Der Stream von Pinterest und Instagram ist im Gegensatz zu Facebook noch nicht gefiltert. Theoretisch wird Ihren Followern jeder Beitrag von Ihrem Unternehmen angezeigt. Kaum ein Nutzer wird allerdings endlos in die Newsfeed-Vergangenheit scrollen, sondern den Fokus eher auf die neuesten Bilder lenken. Der richtige Zeitpunkt des Postens ist deshalb enorm wichtig.

Instagram ist eine Mischung aus App und sozialem Netzwerk. Sie können direkt über Ihr Smartphone ein Foto hochladen, bearbeiten, veröffentlichen und gleich auf Twitter oder Facebook teilen. Besonders beliebt sind die Filter und Effekte, die Instagram bereitstellt. Sie verleihen jeden Schnappschuss etwas Besonderes. Einfache Handy-Bilder erwecken so den Anschein, mit einer analogen Kamera aufgenommen worden zu sein.

Was Instagram Ihrem Unternehmen bringt

Best Practice Beispiel: Kreative Ansätze punkten auf Instagram. Nutzen Sie Ihr Profil als interaktive Präsentationsfläche. Wie das geht, zeigt Mercedes Benz: Die Marke nutzt Instagram als Auto Konfigurator. Mit diesem entwerfen Sie Ihr Traumauto. Sie wählen Schritt für Schritt das Modell, die Farbe, die Felgen und die Ausstattung aus. Weitere originelle Beispiele für die Nutzung von Instagram sind der IKEA Katalog oder das Gewinnspiel auf Chupa Chups.

  • Die Bilder können nicht wie bei Facebook geteilt werden und sind auch nicht wie bei Pinterest verlinkt. Instagram ist folglich kein Instrument, um mehr Traffic auf Ihre Website zu bringen oder Produkte zu verkaufen. Es eignet sich aber perfekt, um Markenerlebnisse zu schaffen und Ihre Bekanntheit zu steigern.
  • Dazu ist es wichtig, dass Sie authentische Bilder zeigen. Lichten Sie Ihre Mitarbeiter bei der Arbeit ab: Schnappschüsse wirken auf Instagram sympathischer als Hochglanzfotos aus dem Katalog.
  • Interagieren Sie mit Ihren Fans. Folgen Sie relevanten Influencern, teilen und kommentieren Sie deren Inhalte. So zeigen Sie Interesse. Die User fühlen sich geschmeichelt und folgen vielleicht auch Ihrer Marke. Es entsteht eine engere Verbindung zu Ihrem Unternehmen.
  • Wählen Sie geeignete Hashtags aus. Mit einem aussagekräftigen Hashtag erreichen Sie das richtige Publikum steigern und steigern Ihre Reichweite. Geschafft haben Sie es, wenn User Ihren Hashtag für Ihre eigenen Fotos übernehmen. Paradebeispiel hierfür ist der Werbeslogan #justdoit von Nike.
  • Instagram funktioniert nur mobil optimal. Das ist aber überhaupt kein Problem, denn genau hier sind die Instagram Nutzer unterwegs.
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Martina Babl

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