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Nie mehr doofe Tweets: Zehn Twitter-Tipps

30. April 2014

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Applaus, Applaus, wenn Sie Twitter als einen weiteren Kanal Ihres Content Marketings gewählt haben. Doch auch wenn Ihre Tweets nur 140 Zeichen kurz sind: Sie bieten genug Platz für Fehler. Lassen Sie nicht zu, dass Ihre Follower Ihrem Account genervt „entfolgen“.

Gutes Content Marketing funktioniert auch in 140 Zeichen. Bevor Sie anfangen, definieren Sie die Zielgruppe, für die Sie schreiben. Welchen Content braucht und mag sie? Um Ihren Twitter-Kanal richtig zu füllen, sollten Sie diese zehn Twitter-Tipps kennen:

1. Lassen Sie nicht den eitlen Gockel raushängen.

Twittern Sie Neuigkeiten aus Ihrem Unternehmen – deshalb folgen Ihnen die User. Doch schreiben Sie nicht selbstverliebt, auch wenn Sie finden, Ihr Business sei das tollste, das beste und sowieso das kompetenteste von allen. Denn Ihre Follower finden exzessives Eigenlob grässlich. Pushen Sie nicht nur Meldungen aus Ihrem Unternehmen, sondern auch Neues aus der Branche.

2. Drehen Sie Ihren Followern nicht plump etwas an.

Werbebotschaften via Twitter finden Ihre Follower „igitt!“.

3. Sie müssen etwas zu sagen haben.

Es tut Ihrem Account gut, wenn Sie zwischendurch interessante Tweets anderer User retweeten oder favorisieren. Doch Ihre Follower erwarten von Ihnen, dass Sie auch etwas Eigenes zu sagen haben – dass Sie also originären Content liefern statt Kopien.

4. Twittern Sie nicht zu oft und nicht zu selten.

Das richtige Maß zu finden, ist nicht so simpel. Wenn Sie nur alle zwei Wochen etwas zu sagen haben, ist Twitter nicht der richtige Kanal, denn es ist ein Echtzeitmedium. Umgekehrt gilt: Vergraulen Sie Ihre Follower nicht, indem Sie ständig Tweets senden. Sonst „entfolgen“ die User Ihrem Account.

5. Sie brauchen ein gutes Timing.

Sie sind jetzt gerade auf einer Messe? Dann Smartphone raus und twittern, am besten mit Beweisfoto – es sei denn, die Qualität ist gruselig. Und setzen Sie den richtigen Hashtag (#), damit nicht nur Ihre Follower den Tweet lesen, sondern alle User, die sich für die Messe interessieren. Wenn Sie erst am nächsten Tag twittern, erreichen Sie damit nur ein Augenrollen bei Ihren Followern. Genauso schlecht, wie den richtigen Moment zu verpassen, ist es, alle Tweets eines Tages auf einmal rauszuhauen oder alle Wochenenden und Feiertage auszusparen.

6. Wiederholen Sie nicht ständig alte Tweets.

Es ist okay, älteren Content von Ihrer Website – zum Beispiel einen guten Ratgebertext – ein zweites Mal bei Twitter zu teilen. Aber arbeiten Sie nicht die ganze Zeit wie eine kaputte Schallplatte, die immer an dieselbe Stelle zurückspringt. Verschleiern Sie nicht, dass es sich um älteren Content handelt und schreiben Sie, wieso sie ihn genau jetzt ein zweites Mal bringen.

7. Ein bisschen Spaß muss sein.

Denken Sie sich Aktionen aus. Bitten Sie als Modehändler Ihre Follower, ein Foto ihres aktuell liebsten Outfits zu twittern – für den besten Style gibt es einen Einkaufsgutschein zu gewinnen (beachten Sie dabei die entsprechenden Twitter-Regeln). Rufen Sie als Bücher-Onlineshop die User auf, eine Rezension des neuesten Jussi-Adler-Olsen-Krimis in 140 Zeichen zu tippen. Oder lassen Sie als Fitnessstudio-Kette Ihren besten Trainer zwei Stunden lang Fragen der User beantworten. Markenbindung ist das Stichwort.

8. Seien Sie höflich: Reagieren Sie.

Wer selber nur Tweets absondert und nie schaut, was andere twittern, hat das Prinzip nicht verstanden. Twitter ist keine Einwegkommunikation – so hässlich dieser Begriff auch ist. Antworten Sie den Usern, wenn diese Ihnen eine Frage stellen – die Deutsche Bahn (@DB_Bahn) macht das vorbildlich. Steigen Sie in eine Diskussion ein, die Ihr Business oder Ihre Branche betrifft. Wenn ein sogenannter Shitstorm über Sie hereinbricht – wie ihn die New Yorker Polizei im April mit dem Hashtag #myNYPD erlebt hat – dürfen Sie bei Twitter nicht feige von der Bildfläche verschwinden. Tipps für das Krisenmanagement sehen Sie in der Infografik „Die 10 größten Fehler im Shitstorm“.

 9. Ihre Tweets müssen fehlerfrei sein.

Das klingt banal, aber weil Twitter im Gegensatz zu einem Kundenmagazin ein spontanes Medium ist, neigen viele dazu, sich beim Tippen zu überschlagen. Und dann passieren Fehler. Auch wenn 140 Zeichen wenig sind: Für die korrekte Zeichensetzung muss Platz sein. Achten Sie auch darauf, wegen Platzmangels Wörter nicht unschön abzukürzen. Sagen Sie es stattdessen kürzer.

10. Zum Schluss einer der wichtigsten Twitter-Tipps: Ihre Links brauchen Teaser.

Es macht keinen Sinn, Links ohne Teaser zu twittern. Ihre Follower wollen wissen, was sie nach einem Klick darauf zu sehen bekommen. Dass Sie nur 140 Zeichen Platz haben und der Link schon so lang ist, ist keine Ausrede. Benutzen Sie Shortlinks, verkürzen Sie den Link zum Beispiel kostenlos auf der Website bitly. Dann haben Sie mehr Platz, um den Content hinter dem Link anzuteasern. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie einen guten Klickanreiz schaffen, helfen Ihnen diese zehn Teaser-Tipps.

Autor: Miriam Sahli
Bildquelle: © iStockphoto.com/svetikd

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