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Tool im Test: „Engaging Content“ mit Playbuzz

14. April 2016

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Kennen Sie Playbuzz? Vermutlich nicht. Aber bestimmt haben Sie schon mal auf Facebook bei einer Umfrage oder einem lustigen Test à la „Welcher Comic-Superheld sind Sie?“ mitgemacht. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass diese Inhalte von Playbuzz stammen. Wie das Tool funktioniert und wie Sie es für Ihr Content Marketing nutzen, lesen Sie hier.

Spiel’s nochmal, Sam!

Playbuzz ist eine Plattform für sogenannten „Engaging Content“ – das heißt unterhaltsame und spielerische Inhalte, die zum Mitmachen animieren. Dazu zählen Umfragen, Tests oder Top 10-Listen, die zu den am häufigsten geteilten Inhalten in den sozialen Netzwerken gehören.

Der Clou: Bei Playbuzz steckt keine Redaktion dahinter, die mit journalistischer Kompetenz zielgruppenrelevante Inhalte erstellt und damit Klickrekorde jagt. Die Reichweite erzeugt der Dienst vor allem durch User Generated Content mit einem hohen viralen Potenzial.

Playbuzz stellt dabei lediglich die technischen Werkzeuge bereit, mit denen die Nutzer interaktive Inhalte „basteln“ können. Dazu bietet die Plattform eine Palette multimedialer Elemente an – Bild, Text und Video. Und das vollkommen gratis. Das schafft einen zusätzlichen Anreiz, sich kreativ auszutoben.

Playbuzz: Engaging Content

Playbuzz: Gratis Engaging Content erstellen – mit Bildern, Texten und Videos. Screenshot: playbuzz.com

Und: Playbuzz kooperiert mit Verlagen und Medienunternehmen, die für ihre eigenen Websites und Social Media-Kanäle Playbuzz-Inhalte erstellen und damit ihre Reichweite vergrößern. In Deutschland sind das etwa Axel Springer, ProSiebenSat.1 oder Hubert Burda Media.

Der Erfolg gibt Shaul Olmert und Tom Pachy, den Machern hinter Playbuzz, recht: Erst 2013 gegründet, hat die Plattform heute nach Eigenangaben mehr als 80 Millionen Nutzer im Monat. Die offizielle Facebook-Seite zählt 2,3 Millionen Fans. Monatlich erzeugt das Netzwerk mit seinen Inhalten 10 Millionen Shares – und liegt damit auf Augenhöhe mit Reichweitenkönigen wie Buzzfeed.com.

Kinderleicht: In drei Schritten zum Quiz

Soweit, so gut. Aber wie funktioniert das Ganze? Am Anfang steht die Account-Erstellung: Sie benötigen eine E-Mail-Adresse und ein Passwort, um sich der Playbuzz-Community anzuschließen. Danach können Sie loslegen und gehen in drei Schritten vor:

  1. Content-Format auswählen („Select a Format”)
  2. Format mit Content befüllen („Create“)
  3. Content veröffentlichen und teilen („Publish & Share“)

1. Content-Format auswählen

VideoSnap
Im Template setzen Sie Zeitmarken und stellen aus dem Videomaterial beliebig lange Szenen zusammen. Diese können Sie per Klick gezielt auswählen oder Sie lassen alle Szenen wie bei einer Slideshow hintereinander abspielen. So kombinieren Sie beispielsweise Highlights aus einer Präsentation oder einem Produkttest – gerade für Unternehmen eine spannende Variante, um auf wichtige Inhalte aufmerksam zu machen.

Bei Playbuzz stehen Ihnen 10 Content-Formate zur Verfügung. Vom klassischen Wissenstest über Listen bis zum Bilderquiz ist alles dabei. Das neueste Format ist der „VideoSnap“ mit dem Sie einen Videoclip in mehrere Teile aufsplitten und betiteln können. Die Quelle kann ein YouTube-Clip oder ein selbst gedrehter Film sein.

Playbuzz: Content-Formate

Verschiedene Content-Formate vom klassischen Wissenstest bis hin zum „VideoSnap“. Screenshot: playbuzz.com

2. Format mit Content befüllen

Haben Sie sich für ein Format entschieden, befüllen Sie die Content-Vorlage. Das geht kinderleicht:  Über einen einfach zu bedienenden Editor laden Sie Bilder hoch und verfassen Texte und Überschriften. Playbuzz lässt Ihnen viele Freiheiten: Wie viele Frage- und Antwortmöglichkeiten Sie etwa bei einem Wissenstest vorgeben, entscheiden Sie selbst.

Anschließend fügen Sie Tags zur Einordnung in Themenkategorien wie Sport, Internet, Tech, etc. hinzu. Praktisch: Sie können Ihren Entwurf jederzeit abspeichern und später weiter arbeiten. Eine Preview-Funktion zeigt Ihnen nicht nur die Vorschau Ihrer Applikation im Web, sondern auch auf Facebook. Zusätzlich wählen Sie aus, in welcher Sprache Sie Ihr Content-Format veröffentlichen.

Playbuzz Editor

Im Playbuzz-Editor easypeasy Fotos, Videos und Text hinzufügen… Screenshot: playbuzz.com

3. Content veröffentlichen und teilen

Haben Sie Ihre Applikation fertig gestellt, genügt ein simpler Klick und voilà – Ihr Test oder Quiz ist online. Sie können bestimmen, ob Sie es für alle sichtbar auf der Playbuzz-Website veröffentlichen wollen, oder ob nur Sie darauf Zugriff haben.

Playbuzz generiert einen Link, den Sie zum Einbetten in Ihrer Website oder Ihrem Social Media-Kanal nutzen können. Sharing-Buttons der gängigen Social Media-Netzwerke ermöglichen unkompliziertes Teilen. It just works!

Playbuzz – Vorteile und Nachteile

Eine Playbuzz-Applikation ist nichts anderes als digitales Storytelling im Kleinformat: Ein gut gemachtes Quiz kann genauso begeistern wie ein origineller Text. Solange sich die Nutzer davon angesprochen fühlen, empfehlen und teilen sie es. Gerade wenn es sich um „leichte“ Themen handelt, die kein Fachwissen voraussetzen. Kein Wunder, dass sich Playbuzz-Inhalte vor allem über Facebook schnell verbreiten und enorme Reichweiten erzielen.

Die Vor- und Nachteile im Überblick:

Vorteile

  • Inhalte sind schnell und einfach zu erstellen
  • auf jeder Website einsetzbar (hohe Standardisierung)
  • leicht einzubetten via Code
  • erweitert Websites um interaktive, spielerische Inhalte
  • positiver Effekt auf Seitenaufrufe, Seitenverweildauer, Shares in sozialen Netzwerken
  • für mobile Geräte optimiert
  • kostenlos

Nachteile

  • Inhalte sind bei Playbuzz gehostet – keine direkte Kontrolle

Playbuzz: Mein Urteil

Nichts ist so universell wie Spielen: Playbuzz transportiert dieses menschliche Bedürfnis in einen Web 3.0-Spielplatz, der den User als Erschaffer von Inhalten in den Mittelpunkt stellt. Die Plattform ist sozusagen der Zauberstab, mit dem Harry Potter zum Magier wird. Die generierten Content-Formate sind bunt, unterhaltsam und funktionieren einwandfrei.

Zwar beschreiben Social Media-Experten Playbuzz leicht gehässig als “YouTube für Quizze und Umfragen“, aber mal ehrlich: Googles Videoportal ist nicht die schlechteste Referenz, wenn es um erfolgreiche Social Networks geht 😉

Aus Unternehmenssicht ist Playbuzz lukrativ: Ein kostenloses Tool, um Reichweite und soziale Interaktionen zu pushen – was wollen Sie mehr?

Auch im Hinblick auf Content Marketing liegt hier Potenzial versteckt. So können Sie die Vorstellung eines neuen Produkts oder einer Dienstleistung in Form eines Tests oder eines Rankings unterstützen. Oder Sie setzen zur Bewerbung ein Gewinnspiel auf und koppeln es an ein Bilderrätsel – vielleicht eine gute Alternative, um ein schwer greifbares Thema erlebbar zu machen und die Zielgruppe einzubinden. Spielen Sie mit!

Wir haben uns selbst ans Werk gemacht und einen kleinen Test gebastelt 🙂 Was meinen Sie dazu?

Bildquelle: © Pixabay

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Christof Nikolai

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