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Mysterium gelüftet: So arbeitet der Instagram Algorithmus

13. Juni 2018

Seit etwa zwei Jahren entscheidet der Instagram Algorithmus darüber, in welcher Reihenfolge Inhalte im Newsfeed angezeigt werden. Wie das System genau funktioniert, darüber scheiden sich die Geister. Auf einem Event in San Francisco hat der zu Facebook gehörende Online-Dienst nun endlich Klartext geredet. Sabrina hat sich informiert.

Relevante Inhalte vor! 

Vor dem Instagram Feed Algorithmus: Ein einzelner User verpasst etwa 70 Prozent aller Posts und circa 50 Prozent der seiner „Freunde“ – einfach deshalb, weil er zu wenig Zeit hat, rund um die Uhr durch die endlosen Massen an Fotos seiner Idole und Bekannten zu scrollen. Eine Lösung muss her. Instagram entscheidet sich dafür, fortan die relevantesten Inhalte zuerst auszuspielen. Da die Geschmäcker der Menschen verschieden sind, gilt es herauszufinden, wie sich Relevanz für eine einzelne Person definiert. Beziehungsweise welche Faktoren bestimmte Inhalte für sie wichtig erscheinen lassen. Annahmen dazu gibt es einige:

  • Welche Rolle spielen die Menschen, deren Posts ein User liked?
  • Wie wichtig sind die Personen, nach denen er sucht?
  • Wie wichtig sind Kontakte, mit denen sich der Instagram-Nutzer per Direct Message verständigt?

via GIPHY

Schnell wird klar – und wen wundert es: Je mehr Interaktionen einzelne Inhalte beim Nutzer hervorrufen, desto relevanter scheinen diese für ihn zu sein. Fotos, die kaum oder gar nicht geliked und kommentiert werden, sind offenbar weniger interessant – und weiter hinten im Feed besser aufgehoben. So kommt es, dass das selbstlernende Algorithmus-System den vorhandenen Content gemäß der Anzahl der Interaktionen sortiert und in entsprechender Reihenfolge anzeigt. Loggt sich der User bei Instagram ein, so sieht er zuerst das, was ihm gefällt und glücklich macht. Er und seine Bedürfnisse stehen idealerweise im Mittelpunkt – dem Instagram Algorithmus sei Dank.

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Diese Faktoren beeinflussen die Position im Newsfeed 

Viel geändert hat sich seitdem nicht. Die Interaktionen sind nach wie vor ausschlaggebend für die Chronologie der relevantesten Posts – und zwar nicht nur die aktuellsten sondern auch die vergangenen Handlungen. Tummeln sich die User regelmäßig auf Ihrem Account und interagieren sie dort mit Ihren Inhalten, werden sie mit der Zeit immer mehr davon in ihrem Feed finden. Folgen Ihre Abonnenten  allerdings sehr vielen verschiedenen Profilen, steht der Algorithmus vor der Qual der Wahl. Das kann zur Folge haben, dass er die Menge der Inhalte einzelner Accounts reduziert – zum Beispiel die Ihrer Instagram Business Site.

Netter Nebeneffekt des Interaktionen-Aspekts: Der Instagram Algorithmus schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Er stellt Ihre Follower mit interessanten Posts zufrieden – und gibt gleichzeitig Ihnen als Content Creator ein Stück vom Kuchen ab. Sicher haben Sie schon festgestellt: Je mehr Likes und Kommentare Sie einheimsen, desto motivierter sind Sie, immer wieder neue Inhalte zu produzieren.

Neben den Interaktionen setzt Instagram auf zwei weitere Hauptkriterien: Interessen sowie Aktualität & Beziehungen. Der Algorithmus erfasst nämlich auch den Zeitpunkt, an dem ein Post veröffentlicht wird. Je aktueller die Inhalte, desto besser werden sie platziert. Dabei spielt auch die Nutzungsfrequenz eine Rolle. Öffnet ein User die Instagram App mehrmals am Tag, wird ihm jedes Mal neuer Content angezeigt – denn wer will schon dauernd das Gleiche sehen?

Versuchen Sie also, up to date zu bleiben und Ihre Community zeitnah zu erreichen – so kommen Sie der Pole Position im Feed Schritt für Schritt näher.

Auch interessant: Unser Blogartikel zur All Influencer Marketing Conference.

Der Instagram Algorithmus und Bewegtbild 

Auf Instagram dreht sich alles um Fotos. Wer sich in dem sozialen Netz anmeldet, möchte eigene Bilder teilen und die der anderen User ansehen. Doch auch Bewegtbild wird immer beliebter. Videos, Stories und Instagram Live gehen geradezu durch die Decke – versprechen Sie doch hohe Reichweiten und unschlagbare Engagement-Raten. Doch wie Instagram jetzt mitteilt, wirken sich Videoformate per se nicht auf die Reichweite im Feed aus. Auch wer Insta-Stories und Co. regelmäßig nutzt, darf also keine Wunder erwarten. Nur wenn Sie durch das regelmäßige Posten von Insta-Stories und Co. auch die Interaktionen Ihrer Follower steigern, landet Ihr Bewegtbild-Content weiter vorne in deren Newsfeed.

Und nun die Frage aller Fragen: Hat der Instagram Algorithmus den gewünschten Erfolg gebracht – sprich eine höhere Sichtbarkeit der Inhalte im Newsfeed für die Nutzer bewirkt? Auf dem Journalisten-Event in San Francisco antworten die  Verantwortlichen mit einem klaren „Ja“. Mittlerweile würden den Usern 90 Prozent der Posts ihrer Freunde ausgespielt – und auch die Verweildauer innerhalb der App habe deutlich zugenommen.

Perfekte Voraussetzungen für Sie und Ihr Unternehmensprofil: Erstellen Sie für Ihre Zielgruppe relevante sowie aktuelle Inhalte und sichern Sie sich schon bald einen der ersten Plätze im Feed Ihrer Follower!

Bildquelle Titelbild: © iStockphoto/SonerCdem

Sabrina Meußel

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