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Alles zu Content Strategie: Think Content!

18. März 2014

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Rezension, 1. Teil zum ersten deutschsprachigen Buch rund um Webcontent

Endlich, Think Content! ist da, das erste umfassende Werk rund um digitale Inhalte. Ich weiß noch, wie Miriam Löffler vor etwa eineinhalb Jahren vor mir stand und sagte: „Wir brauchen endlich ein Buch über Content Strategie auf Deutsch – und ich will es schreiben.“

Sie tat es – und wie. Sie kämpfte und stritt um die einzig richtige Reihenfolge der Kapitel, sie suchte sich Mitstreiter und schrieb und schrieb wieder um und fing noch mal von vorne an und konzipierte, stritt erneut und schaffte es. Herzlichen Glückwunsch! Doris Eichmeier schreibt in ihrer Rezension: „Das Buch hat das Zeug zur Berufsbibel.“ Dem stimme ich zu.

Der richtige Umgang mit Content ist nichts für Weicheier

„Think Content“ ist ein gut 600 Seiten starkes Nachschlagewerk rund um das Thema Website-Content. Allein die Seitenzahl zeigt schon, dass der richtige Umgang mit Content nichts für Weicheier ist. Und auch nicht für die Cousine vom Geschäftsführer, die Deutsch im Leistungskurs hatte. „Der in vielen Firmen gängige Umgang mit Content ist […] reine Geldverschwendung“, bemängelt Miriam Löffler und will mit dem Buch zeigen, dass das nicht sein muss.

Deshalb nimmt sich die Autorin Zeit und erklärt akribisch, wie viel Mühe es macht, mit Content professionell und erfolgreich umzugehen. Und dass sich diese Mühe lohnt. Think Content!

Von der Content Strategie zum Webtexten

Das Buch ist dreigeteilt. Miriam Löffler startet richtig mit der Content Strategie und erklärt, warum Unternehmen erst nachdenken sollten, warum und welche Botschaften sie auf ihrer Website verbreiten wollen, um nicht unendlich viele Ressourcen zu versenken.

Im zweiten Teil beschäftigt sie sich mit meinem Lieblings-Buzzword Content Marketing und widmet erfreulicherweise dem Webtexten, also dem eigentlichen Handwerk, im dritten Abschnitt viel Raum. Denken alleine reicht eben doch nicht – ohne professionell geschriebene Texte verpufft auch die schönste Strategie.

In diesem ersten Teil meiner Rezension beschäftige ich mich vor allem mit der Content Strategie.

Der Webauftritt im Zentrum der Content Strategie

Miriam Löffler betont, dass es ihr im Wesentlichen um den Webauftritt geht, „schließlich bekommt er in der Regel die größte Aufmerksamkeit Ihrer User.“ Das ist durchaus richtig und doch sollten in einem strategischen Ansatz auch alle anderen digitalen Plattformen und Devices mit eingebunden werden. Was nützt mir der schönste Content, wenn er auf dem Smartphone nicht funktioniert? Und was hat das Unternehmen von einer perfekten Website, wenn die Facebook-Kommunikation aus dem Ruder läuft?

Sie unterteilt die Content Strategie in vier Säulen, die aufeinander aufbauen, vom Audit zur Planung und Produktion bis hin zum Management.

Auf Seite 51 zählt Miriam Löffler auf, wie viele unterschiedliche Contentarten es allein auf einer Website gibt (in der nach oben offenen Liste hat sie bereits 57 Arten zusammengetragen!) und macht von Anfang an klar, wie komplex das Thema ist. Die Autorin schafft es auf den nächsten 150 Seiten, Licht ins Dunkel zu bringen. Sie gibt keine abstrakten Weisheiten von sich, sondern bietet handfeste Tipps für die Praxis. Wie und ob ein Unternehmen diese einsetzt, bleibe jedem selbst überlassen.

Gut gelungen: Die Kapitel zum Audit und Controlling

Mir hat besonders gut das Kapitel zum Content Audit gefallen. Ein Audit und seine Notwendigkeit zu erklären, ist wirklich nicht leicht und stößt ob der Menge an Arbeit, die man investieren muss, schnell auf Unverständnis. Die Autorin liefert jedoch nicht nur die richtigen Argumente, sondern auch leicht verständliche Listen und Vorschläge für Tools, die einem die Arbeit wirklich erleichtern (wir haben es ausprobiert und es funktioniert).

Sehr hilfreich für den planvollen Umgang mit Inhalten ist auch der Content-Life-Circle (S. 134), der exemplarisch deutlich macht, wie ein Unternehmen täglich, wöchentlich oder jährlich Content „leben“ kann.

Und endlich widmet sich mal jemand dem Content Controlling, einer Disziplin, die sträflich vernachlässigt wird. Immer noch gibt es keine Möglichkeit, den Einsatz von Content und die direkten Auswirkungen auf den Umsatz zu messen. Miriam Löffler liefert eine Vielzahl von Tools, die zumindest eine Annäherung an das Thema erlauben. Wer einen Überblick braucht, ist ab Seite 163 genau richtig.

Auch wenn ich bei manchen Themen anderer Meinung bin und man sowieso immer trefflich diskutieren kann (und sollte!), gibt der erste Teil einen hervorragenden Einblick in den Kosmos Content Strategie. Also: Unbedingt lesen und lernen und für sich das Beste rausholen!

Lesen Sie Teil zwei meiner Rezension zu Think Content!.

Autor: Petra Meyer
Bildquelle: © Ippen Digital Media

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Petra Meyer

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