Loading... (0%)

Problemlöser Content Strategie – Teil 2

21. November 2014

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

Die Content Strategie ist Ihr Masterplan für den zielgerichteten Umgang mit Inhalten. In unserem ersten Blogbeitrag haben Sie sich einen Eindruck verschafft, in welchen Situationen eine Content Strategie hilft. Diesmal lesen Sie konkrete Tipps, wie Sie mit ihr den Überblick zurückgewinnen. Dafür müssen Sie sich intensiv mit den digitalen Inhalten Ihres Unternehmens auseinandersetzen.

Überblick verschaffen

Starten Sie Ihre Content Strategie, indem Sie bestehende Inhalte sichten und erfassen. Ein sogenanntes Content Audit hilft Ihnen dabei, sich einen Überblick über Ihre Inhalte zu verschaffen und langfristig zu behalten. Bleiben wir bei dem Beispiel aus dem Artikel zum Serienauftakt:

Sie misten einmal im Jahr Ihren Kleiderschrank aus, damit er nicht aus allen Nähten platzt. Manche Kleidungsstücke sind aus der Mode gekommen, andere passen nicht mehr. Diese Kleidungsstücke sortieren Sie konsequent aus. Einige Sachen sind einfach nur nach hinten gerutscht, lassen sich aber noch gut tragen.

Jetzt denken Sie an Ihre Website und weitere digitale Kanäle: Dort haben Sie reichlich Inhalte. Sie sind auf zahlreichen Navigationsebenen verteilt und auf etlichen Unterseiten versteckt. Andere Inhalte, vielleicht sogar richtig gute, sind nicht mehr online. Auch in diesem Fall hilft es, auszumisten, die Inhalte neu zu organisieren oder erneut zu verwenden.

Content-Audit: Die Content-Analyse

Mit einem Content Audit erfassen Sie qualitativ und quantitativ Ihre digitalen Inhalte. Gehen Sie dabei strukturiert vor und überlegen Sie, was Sie mit dem Audit erreichen möchten.

Klaus Eck und Doris Eichmeier empfehlen in Ihrem Buch „Die Content-Revolution im Unternehmen“ den Content aus drei Perspektiven zu durchleuchten: Aus Sicht der Stakeholder, der Marke und des Unternehmens. Überlegen Sie sich, wie die Stakeholder Ihr Angebot beurteilen und ob die Inhalte Ihre Markenbotschaft vermitteln. Werden Sie sich außerdem über die Content-Prozesse klar. Da die Stakeholder über Ihren Erfolg oder Misserfolg entscheiden, beurteilen Eck und Eichmeier diese Perspektive als die wichtigste.

Die Autoren empfehlen, die Ergebnisse mit einer Wunsch-Analyse zu vergleichen, in der Sie Ihren Traum-Content und eine ebenso traumhafte Wirkung definieren. Die Wunsch-Analyse enttarnt unrealistische Ziele und hilft, erreichbare Ziele zu definieren.

Die Content-Optimierung

Hinterfragen Sie, ob Sie alle Inhalte wirklich benötigen. Überlegen Sie, ob Sie sich von doppelten Inhalten trennen, wie Sie komplizierte Inhalte vereinfachen und veraltete Inhalte archivieren können. Gehen Sie dabei immer mit System vor und nach einer Logik, die auch für andere nachvollziehbar ist.

Denken Sie spätestens bei der Optimierung an das Content Management System. In dessen Untiefen liegt so mancher Schatz verborgen und wartet darauf, dass Sie ihn heben. Manchmal lassen sich Inhalte mit wenig Aufwand auf einen aktuellen Stand bringen, strukturell optimieren und wiederverwerten. Denken Sie zum Beispiel an Infografiken oder Ratgebertexte, die Sie in einen aktuellen Kontext stellen. Oft reicht es, bestehenden Content inhaltlich zu überarbeiten und neue Fakten zu ergänzen, um den Leser zu erreichen.

Nach der Content-Analyse und -Optimierung

Die ersten Schritte haben Sie erfolgreich gemeistert. Jetzt müssen Sie am Ball bleiben, um nicht wieder im Content-Chaos zu versinken:

  • Produzieren Sie künftig Content, der hochwertig ist und mehrfach beim Leser wirkt.
  • Erstellen Sie Content, der zu Ihrem Unternehmen und Ihren Zielen passt und Ihre Zielgruppen anspricht.
  • Erstellen Sie einen Redaktionsplan, der abbildet, welcher Inhalt wann, von wem und auf welchen Kanälen eingesteuert wird.
  • Definieren Sie Prozesse, die abbilden, wie die Inhalte auf die jeweiligen Plattformen kommen.
  • Legen Sie Zuständigkeiten fest, die der Komplexität Ihres Unternehmens gerecht werden. Denken Sie dabei bereichsübergreifend.

Der Erfolg Ihrer Content Strategie

Im Rahmen einer Content Strategie beschäftigen Sie sich ausgiebig mit Ihren Inhalten und allen Personen, die an der Erstellung mitwirken. Sie finden die Content-Schätze und lernen, sie zielführend einzusetzen. Dabei beschränken Sie sich auf die Inhalte, die für Ihr Unternehmen und Ihre Zielgruppe relevant sind. Durchdachte und dokumentierte Prozesse und Zuständigkeiten erleichtern Ihnen das Tagesgeschäft. Wenn ein neues Produkt eingeführt wird, wissen Sie, wer Ihnen die Informationen dazu liefert. Ein Blick in den Redaktionsplan genügt, um das Produkt termingerecht für die verschiedenen Kanälen vorzubereiten.

Ihr Erfolg: Schmale Prozesse, die zeitraubende und damit kostenintensive Abstimmungsschleifen überflüssig machen – vorausgesetzt jeder spielt mit. Und zufriedene User, die gerne weiterempfehlen und immer wieder zu Ihnen zurückkommen.

Autor: Andrea Berneker
Bildquelle: © Jürgen Fälchle/fotolia.com

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail