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Studium „Content Strategie“: Ich bin dabei!

17. Oktober 2014

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Vor zwei Wochen ist der europaweit erste Studiengang gestartet, der sich mit dem Thema Content Strategie befasst. Ich habe einen der begehrten Studienplätze in Österreich ergattert. Begleiten Sie mich auf meinem Weg zwischen Graz und München, zwischen Uni und Arbeitswelt. In Teil eins erkläre ich, was es mit dem Studium „Content Strategie“ überhaupt auf sich hat.

 Manche halten mich für verrückt: Kaum habe ich mein Volontariat abgeschlossen und die Festanstellung als Online-Redakteurin in der Tasche, halse ich mir ein berufsbegleitendes Studium auf. Weiter geht’s mit der Lernerei. Doch die Aussicht, eine der ersten Content Strateginnen mit Master-Abschluss in Europa zu sein, war einfach zu verlockend – noch dazu, weil das Studium perfekt zu meinem Beruf passt.

Ende Mai habe ich meine Bewerbungsunterlagen eingereicht. Es folgten ein Auswahlgespräch an der FH in Graz und die lange Zeit des Wartens auf das Ergebnis. Letztendlich hat es geklappt. Ich bin wieder Studentin!

Content Strategie – eine zukunftsweisende Disziplin

Das Studium „Content Strategie“ baut auf der Tatsache auf, dass der Internetauftritt von Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Und dabei ist von weit mehr die Rede als von einer eigenen Firmen-Website.

Inhalte im Netz sind vielfältig: Es gibt Blogs, Foren, Shops, Facebook, YouTube, Twitter, Pinterest, Instagram, Google+ und noch viele weitere Möglichkeiten, sich im Web zu präsentieren. Wer da den Überblick behalten und sich an den obersten Stellen der SERPs wiederfinden möchte, braucht eine ausgeklügelte Strategie.

Voraussetzung ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Unternehmen: Welche Ziele sollen erreicht, welche Werte transportiert und welche Personas angesprochen werden?

Zudem sind Querschnitts-Kompetenzen gefragt: Die Unternehmen brauchen nicht nur Leute, die hochwertige, internettaugliche Inhalte produzieren. Sie müssen auch die technologische Basis, das Design, die organisatorisch-personellen Arbeitsprozesse und die Nutzerorientierung berücksichtigen.

Die umfangreiche Aufgabe, Inhalte zu planen, umzusetzen und zu ordnen, hat ein neues Berufsbild hervorgebracht – das des Content Strategen. In den USA hat sich die Disziplin schon etabliert. Europa zieht nach. Mit dem Studium „Content Strategie“ in Graz ist ein weiterer Schritt gemacht. Es ist die erste akademische Ausbildung in diesem Bereich in Europa.

Die Organisation des Studiums Content Strategie

  • Das Studium ist berufsbegleitend organisiert und wird hauptsächlich über E-Learning abgewickelt.
  • Es gibt pro Semester zwei Präsenzwochen und zwei Präsenzwochenenden.
  • Praxisprojekte machen rund ein Drittel des Studiums aus.
  • Studiengangsleiter ist Heinz Wittenbrink. Für Gastvorträge und die Projekte konnten mit Sascha Stoltenow, Klaus Eck, Miriam Löffler und Doris Eichmeier renommierte Experten gewonnen werden.

Praxisnahe Studieneingangsphase

Ziel des Studiengangs ist es, möglichst praxisnah zu arbeiten. Schließlich werden auf dem Gebiet keine Theoretiker gebraucht, sondern Macher, die erkennen, welche Inhalte einem Unternehmen nutzen und diese schnell umsetzen.

Ganz nach diesem Motto geht der Studiengang auch neue Wege des Lernens. Statt trockener Vorlesungen wurde eine Community bei Google+ gegründet. Darin werden wir Studenten selbst aktiv. Wir müssen sogenannte E-tivitys erledigen. Das sind Online-Aufgaben wie zum Beispiel das Erstellen einer Infografik. Die Ergebnisse werden sofort online gestellt und in der Community diskutiert.

Mein Fazit nach zwei Wochen

Fasziniert hat mich, wie hoch das Engagement und der Zusammenhalt unter den Kommilitonen sind – und das, obwohl wir uns im realen Leben noch nie getroffen haben. Wir kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Manche arbeiten in Agenturen, andere sind bei einer Privatbank oder einem Museum angestellt. Designer, Texter, Marketer tauschen sich aus und geben ihr Fachwissen weiter. Das steckt an und motiviert ungemein.

Innerhalb kurzer Zeit haben wir uns auf verschiedenen Plattformen miteinander vernetzt, in Gruppen organisiert und online gemeinsam an Dokumenten gearbeitet. Erste Fragen wurden via Videochat beantwortet. Wer nicht aktiv an den Hangout-Sitzungen teilnehmen kann, verfolgt sie über Live-Stream auf YouTube. Die Möglichkeiten des Internets werden voll ausgeschöpft. Jeder in dieser Gruppe will vorankommen und dazulernen.

Der Ehrgeiz ist geweckt, das Ziel gesteckt. Ich brenne darauf, mein Wissen über Content Strategien zu erweitern und die neuen Methoden gleich bei meinen Projekten im Job umzusetzen. Das werden zwei spannende Jahre mit hoffentlich vielen lehrreichen Vorträgen, branchenübergreifenden Diskussionen und interessanten Projekten. Und ja, ich freue mich auch auf das Studentenleben nach der Uni. Während der Präsenzzeit wohne ich wieder in einer WG mit Kommilitonen. Mit ihnen und einem gemeinsamen Feierabend-Bierchen lässt sich der Lernstress neben dem Beruf ganz schnell vergessen.

 Bildquelle: © iStockphoto – liravega

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Martina Babl

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