Loading... (0%)

Think Content! Teil zwei über Content Marketing

23. April 2014

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

Rezension, 2. Teil zum ersten deutschsprachigen Buch rund um Webcontent

„Herrje, wie soll man das alles schaffen?“ Das war ein zentraler Gedanke bei der Lektüre von Think Content!. Im ersten Abschnitt des Werks dreht sich alles um Content Strategie. Diese Kapitel habe ich im ersten Teil meiner Rezension genauer betrachtet. Im zweiten Abschnitt des Buchs geht es nun um Content Marketing.

Die Autorin Miriam Löffler bezeichnet es als die Kür im Vergleich zur Pflicht, der Content Strategie. Das stimmt meiner Meinung nach nur auf den ersten Blick. Denn wer mit Content Marketing Erfolg haben will, der muss viel denken, viel arbeiten und sehr diszipliniert sein. Zur Kür wird es dadurch, dass die Kreativen ihr Werk endlich zeigen, den Erfolg messen und hoffentlich feiern können.

Der Mensch im Content Marketing

Einer der tollsten Sätze in Miriam Löfflers Werk steht auf Seite 206: “Im Content Marketing zählt einzig und allein der Mensch.” Er ist so wahr, dass er als Leitsatz über jedem Schreibtisch eines Marketing-Profis hängen sollte. Denn wie schnell verlieren diese ihre Zielgruppe aus den Augen.

Das Ziel von Content Marketing sei es, eine Zielgruppe zu begeistern und zum Handeln zu bewegen – und zwar mit relevantem und nützlichem Inhalt. Gar nicht so leicht, wie es klingt, denn Miriam Löffler macht in ihrem Buch eindrucksvoll deutlich, wie viele Möglichkeiten ein Content Marketer hat.

Content Marketing: Entscheiden Sie sich!

Und was alles entschieden werden muss. Zum Beispiel, welche Kanäle dem Unternehmen am meisten nutzen. Und welche Contentformate für die Zielgruppe besonders geeignet sind. Eher die Infografik? Oder das Video? Oder doch lieber ganz viel Text in Form eines Online-Magazins? Sollte man lieber als Content-Kurator auftreten und bestehende Inhalte neu zusammenstellen? Oder als Brandscaper echte Content-Partnerschaften eingehen? Fragen über Fragen.

Mit seiner Fülle an Informationen ist Think Content auch im zweiten Teil ein richtig tolles Nachschlagewerk für alle, die auch nur ansatzweise mit Content Marketing zu tun haben.

Drei Highlights:
Personas, Themenpläne und die Sprache der Zielgruppe 

Die Zielgruppe immer fest im Blick 

Das erste Highlight ist die Entwicklung der Personas, für Löffler eine wichtige Kernüberlegung. Da bin ich ganz ihrer Meinung. Nur wer die eigene Zielgruppe kennt, kann die Inhalte auch sauber adressieren. Deutlich macht das die Autorin zum Beispiel an der User-Sedcard „Arianna“ (S. 237). Hersteller von hochwertigen Lifestyle-Produkten tun sich einfach leichter, wenn sie wissen, dass sie zum Beispiel für Arianna schreiben: Sie ist 42 Jahre alt, Single, leitende Angestellte und hat ein Faible für Luxusklamotten.

Wir arbeiten in unserem Team schon seit langem mit Personas und schneiden unsere Inhalte gezielt darauf zu. Und noch besser: überprüfen, ob wir die Zielgruppe auch tatsächlich erreichen. Wenn das nicht klappt, justiert das Team gezielt nach.

Themenpläne bringen Ruhe in Projekte

Zum zweiten sind es die Themenpläne, die Miriam Löffler ab Seite 329 beschreibt. Darin werden die Inhalte, deren Erscheinungsdatum und die Wahl der Verbreitungskanäle akribisch festgehalten. Auch hier stimme ich der Autorin zu. Der Themenplan ist unverzichtbar, um durchdacht, planvoll und trotzdem kreativ mit Inhalten umzugehen. Ganz besonders gute Erfahrungen haben wir in Zusammenarbeit mit unseren Kunden gemacht. Monatspläne, die vom Kunden gesichtet und abgenommen werden, bringen viel Ruhe in ein Projekt.

Danke, Miriam: Gala lesen ohne Peinlichkeit

Und zum dritten ist es ein Zitat, von dem ich mir wünsche, es wäre von mir. Sie finden es auf Seite 302. Es stammt von Eugene Schwartz:

Lesen Sie eine Stunde pro Tag. Alles Mögliche – bloß nichts, was mit Ihrem Job zu tun hat. (…) Lesen Sie einfach drauflos – vor allem auch Revolverblätter, Klatschkolumnen und ähnlichen Schrott. Denken Sie daran: Einfach konsumierbare Inhalte bringen attraktive Umsätze. Hier finden Sie die Inhalte, die Ihre Zielgruppe liest. Hier finden Sie die Sprache, die Ihre Zielgruppe liest.

In diesem Kapitel schreibt Miriam Löffler, wie man Content-Ideen überhaupt findet. Die Aussage von Eugene Schwartz ist der beste Tipp überhaupt.

Lesen ist sowieso großartig. Und nun sage ich: danke, Miriam! Nicht nur für diesen tollen zweiten Teil rund um Content Marketing. Sondern auch dafür, dass nun jeder die Gala ohne Peinlichkeit lesen kann.

Autor: Petra Meyer
Bildquelle: © Ippen Digital Media

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

Petra Meyer

Autorenprofil ein-/ausblenden