Loading... (0%)

Was ist eigentlich ein Tone of Voice? (Teil 1)

9. Januar 2017

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

Zur Corporate Identity Ihres Unternehmens gehört eine einheitliche Kundenansprache: der Tone of Voice. Er ist unverwechselbar und verleiht Ihrer Firma ein Profil, an das sich Ihre (Neu)-Kunden erinnern. Lesen Sie, was dahinter steckt.                                                                                                                    

Es kommt nicht nur darauf an, was wir sagen, sondern wie wir es sagen. Das gilt für die gesprochene wie für die geschriebene Sprache. Bei einer Unterhaltung variieren Sie zum Beispiel Stimmmelodie und Tonlage, um Ihr Gegenüber zu beeindrucken, zu begeistern und zu überzeugen. Diese Musik hinter den Worten fehlt Ihnen in einem geschriebenen Text. Umso wichtiger ist es, dass Sie mit Hilfe von bestimmten Wörtern und Formulierungen, eine einzigartige Tonalität erzeugen – den Tone of Voice. Dieser regelt, wie Sie sich ihren Kunden präsentiert und sie anspricht, regelt der Tone of Voice.

Definition: Das bedeutet Tone of Voice

Der Tone of Voice bildet die Basis für eine einheitliche und authentische Kommunikation Ihres Unternehmens nach außen. Er transportiert auf sprachlicher Ebene Ihre Werte und Vorstellungen. Er charakterisiert Ihre Firma, sorgt für Wiedererkennung, schafft Vertrauen und bindet die Kunden so emotional. Dabei erstreckt er sich über alle Publikationen – ob analog oder digital.

Tone of Voice: Eine Frage des Stils

Zum Unternehmen passende Wörter transportieren Werte, bezeichnen wichtige Markenattribute und vermitteln Visionen. Außerdem charakterisieren Grammatik, Satzbau und sprachliche Besonderheiten – kurz der Schreibstil – ein Unternehmen oder eine Marke. In Form eines redaktionellen Leitfadens dokumentiert der Tone of Voice diese Elemente. Er ist Bestandteil der Corporate Language und damit untrennbar mit der Corporate Identity Ihres Unternehmens verbunden. Sprache und Identität Ihrer Firma sollten dabei immer einheitlich sein. Denken Sie zum Beispiel an das geschwungene Schriftbild von Coca Cola – eine Marke, die für Frische, Freizeit und Spaß steht. Würden Sie diese Attribute auch noch mit der Marke verbinden, wenn der Schriftzug starr und bieder wäre?

Den geeigneten Stil zu finden, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Welche Werte machen mein Unternehmen aus?
  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • In welcher Situation trifft meine Zielgruppe auf mein Unternehmen?
  • Wie möchte ich, dass meine Zielgruppe mich wahrnimmt?

Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie produzieren Premium-Autos. Dann sprechen Sie Ihre Kunden ganz anders an, als wenn Sie günstige Fahrzeuge für den Massenmarkt importieren. Wichtig ist es, authentisch zu sein. So schaffen Sie es, Kunden in Ihre Erlebniswelt zu ziehen, glaubwürdig zu sein und Autos zu verkaufen – egal, ob teuer oder billig.

Der Tone of Voice darf sich verändern

Zwar ist ein Tone of Voice für ein Unternehmen grundsätzlich einheitlich, er kann aber variiert werden. Bleiben wir in der Automobilbranche. Dort gibt es nicht den stereotypen Kunden. Manche Hersteller haben vom Kleinstwagen über die Familienkutsche bis zum Sports Utility Vehicle für jeden Geldbeutel, jede Zielgruppe und jeden Einsatzbereich das passende Modell.

Dabei fällt die überwiegend jugendliche Zielgruppe eines spritzigen Kleinstwagens aus dem Rahmen der sonst üblichen Kundenansprache. Sie muss ganz anders adressiert werden als die junge Familie oder der sportliche Mittvierziger. Da dürfen Sie als Unternehmen in Ihren Texten auch mal duzen und cool sein – allerdings ohne plötzlich plump, unseriös oder unglaubwürdig zu wirken.

Die grundlegende Tonalität zieht sich wie ein roter Faden durch alle Kommunikationskanäle und steht immer über den Inhalten. Der Tone of Voice ist eine Empfehlung, die sich mit dem Unternehmen weiterentwickelt. Sie wächst und verändert sich stetig und ist kein starres Regelwerk, das die sprachlichen Dos & Dont‘s alphabetisch auflistet.

Wie Sie den richtigen Tone of Voice für Ihr Unternehmen finden, lesen Sie im zweiten Teil unseres Blogs zu diesem Thema.

Autor: Ippen Digital Media Redaktion
Bildquelle: © iStockphoto.com/
Sergey Nivens

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail