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Website-Analyse: Schwachstellen erkennen

24. Oktober 2013

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Eine Website-Analyse kann ein echtes Aha-Erlebnis sein. Im besten Fall finden Sie heraus, wo Sie ansetzen müssen, um eine bestehende Website zu retten. Im schlimmsten Fall wissen Sie, was Sie bei einer neuen besser machen. Dabei lohnt es sich, vor allem die Inhalte unter die Lupe zu nehmen. Sie sind Hauptträger der Informationen für Ihre User. Lesen Sie, wie Sie eine Website analysieren und dabei die Inhalte kritisch prüfen.

Sie merken, dass Ihre Website nicht so richtig funktioniert: Ihre Produktverkäufe dümpeln vor sich hin, kaum jemand füllt das Kontaktformular aus und auch für den Newsletter hat sich schon lange keiner mehr angemeldet. Bevor Sie Ihre alte Website abschalten und über eine neue nachdenken, sollten Sie herausfinden, was mit der alten nicht stimmt. Machen Sie zuerst eine ausführliche Website-Analyse oder lassen Sie sich eine von Profis erstellen. Hinterher sind Sie auf jeden Fall schlauer.

1. Qualität der Inhalte

Eine ausführliche Website-Analyse beginnt bei der Prüfung der Qualität der Inhalte. So gehen Sie dabei vor:

  • Nehmen Sie die Perspektive Ihrer Zielgruppe ein. Schauen Sie sich Ihre Seite kritisch an und fragen Sie sich, wie es dem User geht, wenn er Ihre Startseite zum ersten Mal sieht: Kommt der User auf der Seite zurecht? Sind die Informationen wirklich nützlich für ihn? Was möchte der User sehen, der auf Ihrer Website landet? Gehen Sie diese Fragen bei Ihrer Website-Analyse für jede einzelne Seite durch.
  • Erinnern Sie sich an Ihre eigenen Ziele. Was wollten Sie mit der Website erreichen? Haben Sie das geschafft? Passen die Inhalte noch zu Ihren Zielen? Oder haben sich Ihre Ziele geändert, nur Ihre Inhalte nicht? Seien Sie ehrlich, auch wenn es manchmal schwer fällt.
  • Spielen Sie durch, wie der User sich durch Ihre Website klickt. Beginnen Sie mit der Startseite: Gibt es eine klare und eindeutige Handlungsaufforderung, einen sogenannten Call-to-Action? Und wird der User dabei auf die richtige Seite geführt?
  • Überprüfen Sie alle Texte auf Rechtschreib- und Grammatikfehler. Solche Fehler schleichen sich schnell ein und irritieren den User.
  • Finden Sie heraus, ob Ihre Texte webtauglich sind. Da User die Inhalte im Internet vor allem überfliegen, sollte die Sätze kurz und einfach formuliert sein. Sie sollten möglichst keine Fremdwörter, wenige Substantive und keine Hilfsverben enthalten. Stehen Ihre wichtigsten Informationen oben auf der Seite?

2. SEO-Analyse als Teil der Website-Analyse

Zahlreiche Agenturen bieten eine SEO-Analyse an. Mit Hilfe verschiedener Tools und der Erfahrung von Experten erkennen sie, ob Ihre Inhalte für Suchmaschinen optimiert sind. Doch Sie können auch selbst einiges herausfinden:

  • Nehmen Sie sich Ihre Seiten vor: Haben Sie sich auf jeder Seite auf ein bestimmtes Thema konzentriert? Welche Keywords haben Sie dafür verwendet? Das sind die Schlüsselbegriffe, die das Thema der Seite benennen. Genau nach diesen Begriffen sollten die User in Suchmaschinen suchen.
  • Enthalten Ihre Texte Absätze und Zwischenüberschriften? Sind wichtige Begriffe gefettet?
  • Lassen Sie sich von Ihrem Programmierer helfen und prüfen Sie, ob wichtige Meta-Tags  wie Title und Description im Quellcode ausgezeichnet wurden. Wurden die Meta-Tags individuell für jede Seite und mit den passenden Keywords verfasst?
  • Schauen Sie sich die URLs Ihrer Unterseiten an. Haben Sie sprechende URLs verwendet? Das sind URLs, die die wichtigen Keywords der jeweiligen Seite enthalten, zum Beispiel www.meinefirma.de/produkte/keyword. Sie helfen der Suchmaschine bei der Bewertung Ihrer Seite.
  • Prüfen Sie nach, ob Sie identische Inhalte auf verschiedenen Domains oder innerhalb der eigenen Website verwenden. Duplicate Content wird von Google abgewertet.

3. Zugriffszahlen

Lassen Sie den Traffic auf Ihrer Website zum Beispiel von Google Analytics messen und beobachten Sie ihn über einen längeren Zeitraum. Dann bekommen Sie einen Eindruck davon, welche Seiten bei Ihren Usern ankommen und welche nicht. Grundlegende Daten sind die Visits (Besuche), die Page Impressions  (Seitenaufrufe) und die Unique User (einzelne Besucher). Setzen Sie die Zahlen ins Verhältnis zueinander. Finden Sie zum Beispiel heraus, wie viele Besucher pro Monat wie viele Seiten aufrufen.

An der Bounce Rate (Absprungrate) erkennen Sie, wie viele User Ihre Seite sofort wieder verlassen. Ist die Absprungrate sehr hoch, lässt das darauf schließen, dass User auf Ihrer Seite nicht das finden, was sie erwarten. Die Verweildauer (visit duration) gibt an, wie lange die User bei einem Besuch im Durchschnitt auf einer Seite bleiben. Je länger die User eine Seite anschauen, umso interessanter und relevanter sind vermutlich die Inhalte.

Fazit

Nach dieser Website-Analyse haben Sie ein Gespür dafür, welche Inhalte noch brauchbar sind und optimiert werden können. Nützen Ihre Inhalte weder dem User noch der Suchmaschine, denken Sie über eine neue Website nach. Achten Sie bei den Inhalten von vornherein auf die Qualität der Inhalte und darauf, dass sie für Suchmaschinen optimiert sind.

Autor: Marlis Reisenauer
Bildquelle: © iStockphoto.com/Silent47

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