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SEO-Check: Kann sich Ihr Content bei Google sehen lassen?

28. Juni 2018

In erster Linie schreiben Sie im World Wide Web für Ihre Leser, deshalb haben Sie mit informativen Inhalten, die geklickt werden, schon halb gewonnen. Doch da gibt es natürlich auch noch Google. Und die Suchmaschine hat gewisse Ansprüche und Wünsche an Ihren Content. Ob Ihre Beiträge dem Internetriesen gefallen, finden Sie in unserem SEO-Check heraus!

Packen Sie Ihre sieben Sachen (in Ihren SEO-Text) 

Damit Google mit Ihrem Text zufrieden ist, sollte Sie bestimmte Regeln befolgen – aber das ist kein Hexenwerk. Mit unserem SEO-Check haben Sie gute Karten im Spiel um die Top-Plätze im Ranking:

1. Punkt im SEO-Check – die Keywordrecherche: Welches Schlüsselwort öffnet Ihnen die Türen? 

Damit Google Ihren Content richtig zuordnen kann und Nutzer diesen überhaupt erst finden, brauchen Sie als Allererstes das passende Keyword auf das Sie Ihren Content optimieren. Aber was heißt passend? Wird es nicht gesucht – gehen Sie unter. Ist es zu allgemein – gehen Sie unter. Ranken viele Seiten auf das Keyword – gehen Sie unter. Also, was tun?

Überlegen Sie sich, welcher Suchbegriff zu Ihnen und Ihrer Seite passt und mit welchem Sie inhaltlich Ihrem Content gerecht werden. Finden die User auf Ihrer Website nicht das, was sie erwarten, verlassen sie diese in Windeseile – und die Absprungrate wächst und wächst und wächst: Google-Topplatzierung ade!

Haben Sie sich entschieden, welches Keyword für Ihre Seite optimal ist, vergewissern Sie sich, ob dieser Begriff überhaupt von Usern gesucht wird. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die einzelnen Suchvolumina. Probieren Sie auch mehrere Varianten wie Singular, Plural oder Longtail aus.

Hier eine kleine Auswahl an Tools, die Ihnen bei der Keywordrecherche helfen:

2. Punkt im SEO-Check – die Platzierung: Wo sind die passenden Schlösser?

Setzen Sie das gewählte Keyword innerhalb der H1 (Hauptüberschrift) und einer Ihrer Zwischenüberschriften (H2 oder H3) ein. Erwähnen Sie es zudem im Meta-Title und in der Meta-Description, damit es auch in Ihrem Google Snippet auftaucht.

Apropos Snippet: Achten Sie auf die Länge Ihrer Meta Tags. Denn was Google nicht mag, sind zu viele Zeichen in den Snippets. Zeitweise hat die Suchmaschine zwar versucht, sich mit längeren Konstruktionen anzufreunden, doch es dauerte nicht lange und sie warf wieder das Handtuch. Alles zurück auf Anfang. Daher gilt wieder: Ihr kompletter Title sollte nicht breiter als 600 Pixel sein – das entspricht circa 63 Zeichen. Bei der Meta Description liegt das Maximum etwa bei 156 Zeichen.

3. Punkt im SEO-Check – die Struktur: Ordnung ist (im Google-Ranking) die halbe Miete 

Viele User suchen schnell nach Antworten. Sie haben keine Zeit, sich durch Textwüsten zu wühlen und nach Informationen zu suchen. Sie möchten sich rasch zurechtfinden. Und auch Google bevorzugt Inhalte, die klar strukturiert und logisch aufgebaut sind. Nutzen Sie deshalb Aufzählungen, Zwischentitel und Fettungen. Ordnen Sie die Überschriften Ihres Textes zudem hierarchisch an (H1, H2, H3, etc.).

Ein weiteres Plus: Sind Ihre Inhalte gut strukturiert, zum Beispiel durch Listen, Grafiken oder kurze Definitionen, und bieten dem User einen echten Mehrwert, schaffen Sie es womöglich als Featured Snippet in die Direct Answers bei Google. Die Suchmaschine will zur „Findmaschine“ werden und den Usern so schnell wie möglich Antworten liefern – ohne, dass sie den Umweg über eine Website gehen müssen. Denn das spart Zeit und davon profitiert der User, für den Google all die zusätzlichen Informationen bereitstellt. Investieren Sie daher Zeit, um die Inhalte auf Ihrer Website zu ordnen und zu verbessern. So steigern Sie Ihre Chancen, in den Direct Answers bei Google aufzutauchen.

SEO-Check: Direct Answers

SEO-Check: Mit Featured Snippets in den Direct Answers haben Sie es in die Königsklasse geschafft. Screenshot: searchengineland.com

Neben den Featured Snippets profitieren Sie auch von Rich Snippets. Was sich dahinter verbirgt und wie Sie Ihre Rezensionen in den SERPs platzieren, erfahren Sie in „Google-Bewertungen: Die Macht des Rich Snippets“.

4. Punkt im SEO-Check – die Bilder: „Google, ich habe ein Foto für Dich!“ 

Um das Herz von Google zu gewinnen, denken Sie daran: Nicht nur der User, auch Google liebt Bilder! Reichern Sie Ihre Texte deshalb mit Bildern an. So werten Sie Ihren Artikel auf. Sorgen Sie jedoch dafür, dass die Bilddateien nicht zu groß sind und so die Ladezeit von Website, Blog oder Online-Shop verlangsamen. Mit Tools wie TinyPNG reduzieren Sie in null Komma nichts die Dateigröße ohne jeglichen Qualitätsverlust.

Verleihen Sie anschließend jedem Bild in Ihrem SEO-Text eine Bildunterschrift, eine Beschreibung, einen Alt-Tag und einen passenden Dateinamen – und integrieren idealerweise in alle vier Ihr Keyword.

5. Punkt im SEO-Check – die mobilen Endgeräte: Content to go 

Das Thema „kurze Ladezeiten“ führt direkt zur Mobile-Thematik: Nicht erst seit gestern predigen Experten in den SEO News „Mobile First“. Der Grund: Mittlerweile stellen 50 Prozent der User ihre Suchanfragen über Smartphones oder Tablets. Zudem löst laut Google in Zukunft der Mobile Index den Desktop Index als Hauptindex ab. Und gerade unterwegs will der User nicht ewig auf Informationen warten. Lassen Sie ihn mit langen Wartezeiten im Regen stehen, kehrt er Ihrer Seite den Rücken zu – das merkt auch Google und straft Sie im Ranking ab.

Gehen Sie deshalb auf Nummer sicher und optimieren Sie Ihre Inhalte für mobile Endgeräte. Beachten Sie dabei diese Punkte:

  • Verwenden Sie kleine Bilddateien (für eine kurze Ladezeit).
  • Wählen Sie keine Longtail-Keywords (mobile User nutzen wenige Schlagworte).
  • Kombinieren Sie die Keywords mit einem regionalen Bezug (mobil wird standortbezogen gesucht).
  • Ihre Meta Description darf maximal 120 Zeichen lang sein (Title muss nicht gekürzt werden).

6. Punkt im SEO-Check – die virtuellen Assistenten: Voice Search „Siri, übernehmen Sie!“ 

Während viele der Mobile-User noch ihre Fragen und Suchbegriffe in Smartphones und Tablets tippen, nutzen immer mehr die Voice Search-Funktion und lassen virtuelle Assistenten für sich arbeiten. Zwar hat die sprachbasierte Suche in Deutschland noch nicht so viele Fans wie in den USA. Grund dafür sind vor allem unsere komplexen Grammatikregeln, die Siri, Alexa und Co. oft nicht richtig verstehen. Doch sie lernen schnell. Und aktuell wächst eine Usergeneration heran, die die Assistenten ganz selbstverständlich nutzt.

SEO-Check: Voice Search

Immer mehr Menschen nutzen Voice Search. Screenshot: googleblog.com

Auch wenn der Durchbruch von Voice Search noch ein bisschen auf sich warten lässt: Machen Sie Ihre Unternehmenswebsite jetzt für gesprochene Suchanfragen fit und Sie sind der Konkurrenz einen Schritt voraus. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:

  • Schreiben Sie Ihre Inhalte in einer natürlichen Sprache.
  • Bauen Sie Fragen mit ein, die sich mit denen Ihrer Leser decken könnten.
  • Geben Sie Antworten – knapp und präzise.
  • Stellen Sie in den Zwischenüberschriften Ihres Textes W-Fragen.
  • Optimieren Sie Ihre Texte auf Longtail-Keywords mit drei bis fünf Wörtern.

Noch mehr Tipps, wie Ihr Content den SEO-Check in puncto Sprachsuche besteht, erhalten Sie in „Voice Search SEO – die Sprachassistenten kommen“.

7. Punkt im SEO-Check – die User Experience: Tauchen Sie ein in die Welt Ihrer Leser 

Hat Ihr Content bis hierhin den SEO-Check bestanden, kommt jetzt der wichtigste Punkt: die User Experience. Denn um Google UND Ihre Leser zu erreichen, schreiben Sie nicht für zwei verschiedene Zielgruppen. Was der User liebt, gefällt auch der Suchmaschine – für den Internetgiganten steht die Nutzerzufriedenheit an erster Stelle. Darum merken Sie sich: Content muss Ihre User überzeugen – dann klappt‘s auch mit Google und Sie klettern im SEO-Ranking.

Finden Sie heraus, was die Basis der individuellen Bedürfnisse und Ziele Ihrer Leser ist, und richten Sie sich danach. Konkrete Ziele, Zielgruppen und Leitbilder sind entscheidend, wenn Sie Ihre User erreichen wollen. Aber mehr noch – Ihr Content muss

  • inspirieren und Emotionen wecken,
  • Orientierung bieten,
  • Trust erzeugen und
  • die User in ihrer Wahrnehmung dahin gehend beeinflussen, dass sie Ihre Inhalte lieben,

da sind sich die SEO-Experten einig: User Experience muss rocken.

Die Stunde der Wahrheit 

Sie haben den SEO-Check locker bestanden und Ihre Texte perfekt für den User und Google ausgerichtet? Das war ein Klacks für Sie – denn Sie kennen sich bestens in der Welt der Suchmaschinenoptimierung aus? Das wollen wir erstmal sehen und stellen Ihr Wissen auf den Prüfstand. Machen Sie den Test: SEO-Superheld oder Anfänger? Das SEO-Quiz verrät’s!

Bildquelle Titelbild: ©kaboompics, pixabay

Linda Carstiuc

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