Loading... (0%)

SEO-Trends: So geht Ihnen Google in die Falle

11. März 2015

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

SEO und Google verhalten sich wie Katz und Maus – die Suchmaschine gibt den Algorithmus vor und die Optimierer jagen diesem hinterher. Ziel ist es, Google einzuholen, bevor die Kriterien sich wieder verändern. In dem Kurs „Suchmaschinenoptimierung und Keyword-Recherche“ des Studiengangs Content Strategie, hat SEO-Crack Martin Höllinger die neuesten Trends der Branche aufgedeckt.

SEO-Trend 1: Responsive Content ist Trumpf

Google kennzeichnet Seite, die auf mobile Endgeräte optmiert sind.

Google kennzeichnet Seiten, die auf Mobilgeräte optmiert sind.

Jetzt wird es allerhöchste Zeit, dass Sie Ihre Website auf responsive umstellen. Denn am 21. April 2015 ist es soweit: Google benachteiligt Seiten in seinen Suchergebnissen, die nicht auf allen Endgeräten angezeigt werden. Vorerst betrifft das vor allem die mobile Suche. Doch Höllinger vermutet, dass „responsive“ sich als Qualitätskriterium auch beim allgemeinen Algorithmus durchsetzen wird.

Der Trend zeichnet sich schon länger ab: So führte Google im November 2014 das Label „Für Mobilgeräte“ ein. Suchen Sie also auf einem Smartphone oder Tablet nach einem Begriff, bekommen Sie in der Trefferliste deutlich angezeigt, welche Seiten für Ihr Endgerät optimiert sind. Zudem versendet Google seit Mitte Januar E-Mails an Websiten-Betreiber und weist sie darauf hin, dass sie doch bitte „Probleme mit der mobilen Nutzerfreundlichkeit“ beheben sollen – ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl!

Es reicht übrigens nicht, den Usern nur eine mobile Unterseite anzubieten. Das wird aus folgendem Video von Matt Cutts sehr deutlich:

Eine responsive Website bedeutet, nicht nur das Design umzustellen. Auch die Inhalte sollten für mobile Endgeräte angepasst werden. Responsive Content heißt das Schlagwort. Denn wer unterwegs ist, möchte sich nicht durch Textwüsten quälen, sondern schnell an die Informationen gelangen, die er braucht. Am Rechner zuhause ist der User dagegen bereit, auch längere Texte durchzulesen.

Das bedeutet: Die Inhalte müssen auf dem Smartphone und Tablet komprimiert angezeigt werden. Das funktioniert relativ einfach. Mit ein paar Programmiercodes können Sie genau bestimmen, ab welcher Breite der Bildschirmauflösung welche Informationen ausgegeben werden sollen.

Keine Angst! Sie müssen keine Cloaking-Bestrafung befürchten. Cloaking bedeutet, dass man Content ausschließlich für die Bots der Suchmaschinen anzeigt, mit dem Ziel, sein Ranking manipulativ zu steigern. Google erkennt sehr wohl, dass Sie nicht die Suchmaschinen austricksen wollen, sondern ihnen eine mobile Version Ihres Inhalts zur Verfügung stellen:

Es ist völlig in Ordnung, auf diesen User Agent zu reagieren und ihm eine kompaktere Version eurer Website zu liefern, die für den kleinen Bildschirm besser geeignet ist.

(Matt Cutts, Quelle: https://googlewebmastercentral-de.blogspot.de/2011/11/was-ist-cloaking.html )

SEO-Trend 2: Neue Keywords schneller als die Suchmaschine aufspüren

Martin Höllinger erklärt den Studenten die SEO-Trends im Jahr 2015

Martin Höllinger erklärt den Studenten die SEO-Trends im Jahr 2015.

Ein weiterer SEO-Trend ist deutlich spürbar: Keywords verändern sich immer schneller – vor allem im Bereich der Mode werfen Designer immer neue Bezeichnungen für Ihre Produkte auf den Markt. Was früher Stiefeletten waren, sind heute Ankle Boots. Und eine Baseball-Cap heißt unter Teenagern nur noch Snap Back. Diese Veränderung führt dazu, dass vor allem Shopbetreiber Ihre Websites laufend optimieren müssen und unter immer mehr Suchbegriffen ranken sollten.

Doch wie findet man heraus, welche Sprache die Zielgruppe spricht, ohne viel Geld in die Marktforschung zu stecken? Ganz einfach: Stellen Sie ein Foto von dem Produkt auf Ihre Facebook-Seite und fragen Sie die Community, wie sie zu diesem Produkt sagt. Gehen Sie mit der Zeit, durchblättern Sie Modemagazine und durchstöbern Sie angesagte Blogs. Oder haken Sie doch einfach mal bei Ihrem Kundenservice nach, welche Produkte gefragt sind.

SEO-Trend 3: Ratgeber statt SEO-Texte

Google entwickelt sich für die User mehr und mehr zum Lebensberater. Stellt sich ihnen ein Problem im Alltag, fragen sie zuerst die Suchmaschine. Sie tippen konkrete Fragen in den Suchschlitz wie: „Welches Snowboard passt zu mir?“ Dabei können Sie davon ausgehen, dass ein User, der diese Frage stellt, sich nicht nur informieren will, sondern auch auf der Suche nach einem neuen Snowboard ist. Erscheinen Sie mit Ihrem Shop ganz oben in den Suchmaschinen-Treffern, haben Sie gute Chancen, einen neuen Kunden zu gewinnen.

So ranken Sie in den Suchmaschinen: links ein Musterbeispiel – rechts, wie Sie es besser nicht mehr machen sollten:

Snowboard

Stellen Sie Ihren Usern auf Longtail-Keywords optimierte Ratgebertexte auf Ihrer Website parat. Erstellen Sie nützliche Inhalte, die nicht nur einzelne Suchbegriffe abdecken, sondern auch Fragen oder Phrasen. Vor allem bei teuren Produkten wie Waschmaschinen sind auch Vergleichstests gut geeignet. Auf stupide SEO-Texte, die sich am linken Seitenrand verstecken, können Sie dagegen getrost verzichten. Denn Google kann durchaus nützliche von überflüssigen Texten unterscheiden. Qualitativ hochwertige Texte sind die Zukunft. Content bleibt King!

Bildquelle: © bloodua – iStockphoto

Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

Martina Babl

Autorenprofil ein-/ausblenden