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Voice Search SEO – die Sprachassistenten kommen

6. Juni 2018

Einleitung: „Hallo Siri! Wie optimiere ich meine Seite für Voice Search?“ „Ich habe diese Tipps für dich gefunden…“ Zukunftsmusik? Aber nein!

Voice Search SEO – einer der wichtigsten Trends

Jeder, der sich mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, hat in den letzten Jahren ein Mantra verinnerlicht: Immer an den Nutzer denken. Die Interessen des Users müssen im Mittelpunkt stehen, seine Fragen beantwortet werden – das macht auch die Suchmaschine glücklich.

Doch immer häufiger sitzt kein Mensch mehr vor dem Bildschirm. Stattdessen übernehmen virtuelle Assistenten die Informationssuche. Siri, Alexa, Cortana und Googles eigener, namenloser Sprachassistenten haben laut Trendforschern eine große Zukunft vor sich: Schon 2020 soll jede zweite Suchanfrage gesprochen sein. Ist ja noch lang hin? Leider nein – bis 2020 sind es nur noch 18 Monate! Zeit, sich mit dem Thema Voice Search zu beschäftigen, einem der wichtigsten Internet-Trends des Jahres.

Gesprochene Suchanfragen nehmen zu – mit Konsequenzen für das Google-Ranking. Bildnachweis: © istockphoto/AH86

Wie können Sie als Webseiten-Betreiber Ihre Seite so optimieren, dass sie bei gesprochenen Suchanfragen auf dem ersten Platz landet? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn Google verrät uns nicht, welche Ergebnisse die Suchmaschine aus welchem Grund auswählt. Wir kennen aber wichtige Einflussfaktoren:

  • Die Sprachsuche wird vor allem per Smartphone genutzt.
  • Die Anfragen haben häufig einen lokalen Bezug.
  • Nutzer fragen nach Fakten.
  • Die sprachgesteuerten Suchanfragen sind länger und komplexer als getippte Anfragen. Statt nach „Beginn WM“ fragen wir unsere virtuellen Assistenten: „Wann beginnt die Fußball-WM?“

Wie optimiere ich meine Website für die Sprachsuche? 

Daraus folgt ganz grundsätzlich für die Website-Optimierung:

  • Verwenden Sie eine natürliche Sprache.
  • Formulieren Sie Fragen.
  • Beantworten Sie diese Fragen knapp und präzise.
  • Stellen Sie in den Zwischenüberschriften Ihres Textes W-Fragen.
  • Optimieren Sie Ihre Texte auf Longtail-Keywords mit drei bis fünf Wörtern.

Schauen wir uns noch einmal genauer die Google-Sprachsuche an. Das Unternehmen Backlinko hat in einer interessanten Studie 10.000 Suchergebnisse analysiert, die der sprachgesteuerte Assistent Google Home ausgegeben hat. Google Home hat überhaupt keinen Bildschirm mehr, sondern beantwortet Fragen ausschließlich auf der Tonspur. Für die Antwort wählt Google die Inhalte einer einzigen Website aus. Anders als im klassischen SEO, wo auch ein zweiter, dritter oder vierter Platz in den Suchergebnissen noch viel Traffic bringt, gilt es also beim Voice Search SEO, die eine Position zu erobern, deren Inhalte vorgelesen werden. Alle weiteren Informationen zum Thema, die noch im Internet kursieren, werden von Google Home schlicht nicht berücksichtigt.

Backlinko kam zu folgenden Ergebnissen:

  • Die Ergebnisse der Voice Search kommen meist von schnell ladenden Seiten.
  • Fast Dreiviertel davon stammen aus den Top 3 der Desktop-Suchergebnisse zu einem Keyword.
  • 41 Prozent gehen aus einem Featured Snippet hervor.

Interessant ist vor allem der letzte Punkt. Denn die Frage, die sich Webseiten-Betreiber stellen müssen, die ihre Seite für Voice Search optimieren wollen, ist folgende: Wie empfehle ich meine Website für das Featured Snippet? Die Antwort haben wir vor einem Jahr schon mal ausführlich behandelt, hier noch mal in Kürze:

  • Treffen Sie klare und präzise Aussagen
  • Bereiten Sie Inhalte strukturiert auf, etwa in Form von Aufzählungen oder Tabellen.
  • Bauen Sie eine FAQ-Seite mit Fragen, die Ihre Zielgruppe stellt. Nutzen Sie hierzu zum Beispiel Answer the public.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Seite mobil optimiert ist.

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie: Die Suchergebnisse sind im Schnitt nur 29 Wörter lang, stammen aber von Seiten mit durchschnittlich 2.312 Wörtern. Das sprachliche Niveau der Ergebnisse liegt auf dem Level eines Neuntklässlers. Für Sie heißt das: Drücken Sie sich kurz und verständlich aus.

Fazit: Noch hat die sprachbasierte Suche in Deutschland zwar nicht so viele Fans wie in den USA. Grund dafür sind vor allem unsere komplexen Grammatikregeln, die Siri, Alexa und Co. oft nicht richtig verstehen. Doch die Assistenten lernen schnell. Und aktuell wächst eine Usergeneration heran, die sie ganz selbstverständlich nutzt. Machen Sie Ihre Unternehmenswebsite jetzt für gesprochene Suchanfragen fit und Sie sind der Konkurrenz einen Schritt voraus. Wir unterstützen Sie gerne dabei. Schreiben Sie uns eine Mail an info@ippen-digital-media.de oder rufen Sie an: +49 (89) 5306-8233. Wir freuen uns auf Sie!

Bildnachweis Titelbild: © istockphoto/SIphotography

Julia Baaken

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