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Keyword-Recherche: Die drei schlimmsten Fehler

5. Juni 2014

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Oje, die Sache mit den Keywords… Jeder weiß, dass sie wichtig für die Suchmaschinenoptimierung sind. Ein ordentliches SEO-Konzept gehört zu einer guten Content Strategie. Nur warum wissen dann so viele nicht, wie man die Keyword-Recherche angeht? In unserem Arbeitsalltag stoßen wir oft auf diese drei Fehler:

Fehler 1: Nicht an die User denken

Viele Website-Verantwortliche entscheiden sich für Keywords, mit denen die Seite gefunden werden soll – und vergessen zu hinterfragen, ob die User nach diesen Begriffen suchen. Es geht um die Wörter oder Phrasen, die die User in den Suchschlitz eingeben, wenn sie das Produkt finden wollen.

Beispiel:
Sie betreiben ein italienisches Restaurant. Mit welchen Keywords wollen Sie gefunden werden? Manche unserer Kunden würden jetzt sagen: Essen. Oder: Pizza. Oder: Pizza & Pasta.

Das Problem ist aber: Die User suchen nicht nach Essen. Das ist viel zu unspezifisch. Sie bekommen damit zum Beispiel Infos über die Stadt Essen oder Rezept- und Ernährungstipps angezeigt. Ähnlich verhält es sich mit Pizza oder Pasta.

Besser:
Versetzen Sie sich bei der Keyword-Recherche in Ihre User und überlegen Sie, was diese googeln, wenn sie Ihr Angebot finden wollen. Nach welchen Begriffen würden Sie suchen? Vielleicht eine Kombination, etwa italienisch essen München. Oder Pizza Restaurant München.

Das können Sie auch auf andere Branchen übertragen. Wenn Sie zum Beispiel kleine Büchlein als Mitbringsel zu verschiedenen Anlässen verkaufen, dann denken Sie an Geschenkbuch. Keywords wie Freundschaft, Weihnachten oder Geburtstag werden Ihnen hier wenig bringen.

Fehler 2: Sich von hohen Suchvolumina verführen lassen

Damit Ihre Website im Internet gefunden wird, brauchen Sie Keywords, nach denen gesucht wird. Die Häufigkeit der Suchanfragen zeigt Ihnen der Google Adwords Keyword-Planer an.

Bei der Keyword-Recherche werden Sie hier Begriffe finden, die öfter gesucht werden als der, den Sie für Ihre Seite favorisieren. Viele Website-Betreiber überlegen in einer solchen Situation:

Könnte ich auch diese Begriffe als Keyword verwenden? Wenn ich damit gut ranke, ist das schon mal toll. Hauptsache, die User finden die Website. Der Rest ergibt sich.

Beispiel:
Einer unserer Kunden kam auf eine kreative Idee: Um den Traffic auf seiner Website zu erhöhen, hielt er Ausschau nach Begriffen, die oft gesucht werden – ganz ohne Bezug zu seinen Produkten. Er stieß dabei zum Beispiel auf das Wort Bingo: 33.100 monatliche Suchanfragen in Deutschland (in seiner Branche geht es um Dienstleistungen – mit Glücksspielen hat er rein gar nichts zu tun). Seine Überlegung: Wenn er Texte verfassen lässt, die einen Bezug zwischen Bingo und seinem Unternehmen herstellen, finden viele User den Weg auf seine Seite.

Das Problem: Die meisten User, die Bingo googeln, möchten Bingo spielen. An den Dienstleistungen unseres Kunden haben sie kein Interesse.

Besser:
Bleiben Sie bei Ihrem Angebot, wenn Sie überlegen, welche Suchbegriffe zu Ihnen passen könnten. Bilden Sie nichts ab, was Sie nicht leisten. Wenn das Angebot auf Ihrer Website nicht zu den Suchbegriffen passt, enttäuschen Sie die User. Das erhöht die Absprungrate und bringt Ihnen für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen gar nichts.

Fehler 3: Auf Keyword-Recherche verzichten

Das soll kein Witz sein. Wir hören recht oft Aussagen wie diese:

Der Relaunch-Termin ist in vier Wochen, für eine Keyword-Recherche haben wir jetzt keine Zeit mehr. Wir stellen die Texte erstmal online. Suchmaschinenoptimierung können wir hinterher immer noch machen.

Wenn Sie sich für diese Vorgehensweise entscheiden, haben Sie unterm Strich die doppelte Arbeit. Sie gehen den Content zweimal an. Zudem schadet es einem perfekt formulierten Text, wenn Sie ihn nachträglich mit Keywords vollpacken. Denn Suchmaschinenoptimierung ist viel mehr als “dieser Pipifax mit Keywords”, wie es mein Kollege so schön genannt hat.

Besser:
Planen Sie Zeit für die Keyword-Recherche ein, bevor Sie den Content erstellen oder überarbeiten. Das macht keinen allzu großen Mehraufwand, lohnt sich aber umso mehr. Am Ende sparen Sie Zeit, Geld und Nerven.

© Copyright: © iStockphoto.com/anskuw
Autor: Ulrike Lauerer

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