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Facebook: Zehn Zutaten für mehr Reichweite

13. Mai 2016

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Die meisten Unternehmen haben sie, einige nutzen sie und die wenigsten verstehen sie – die eigene Fanpage bei Facebook. Denn statt eine Welle von Likes, Shares und Kommentaren auszulösen, werden viele Posts oft nur von wenigen wahrgenommen und schnell wieder vergessen. Damit Ihnen das nicht passiert, erfahren Sie hier, wie Sie die Reichweite Ihrer Beiträge kräftig ankurbeln!

Hallo User, schläfst Du noch? 

Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor: Sie haben einen großartigen Post erstellt und können es kaum erwarten, ihn Ihren Fans zu präsentieren. Also, nichts wie raus mit dem Ding und sich auf reichlich Interaktion freuen. Doch, was kommt? Nichts! Der große Ansturm bleibt aus. Was eventuell bleibt, sind die ein paar Likes der üblichen Verdächtigen. Es scheint, als würden die User noch schlafen … und damit Ihre Posts verschlafen!

Damit Ihr Beitrag so viel Aufmerksamkeit wie möglich bekommt, sollten Sie ihn zur richtigen Zeit posten. Nur wann ist die richtige Zeit? Wer dazu im Internet recherchiert wird sich bald die Haare raufen und verzweifeln:

  • Laut Fagpage Karma ist der optimale Zeitpunkt Anfang der Woche zwischen 20 und 21 Uhr.
  • Setupablog.com hingegen rät, mittwochs zwischen 13 und 16 Uhr zu posten.
  • Auch bilde.de empfiehlt, Beiträge zwischen 13 und 16 Uhr zu veröffentlichen, jedoch donnerstags und freitags.

Fazit: Den einen richtigen Zeitpunkt gibt es nicht!

Zeiten und Reichweite auf Facebook

Eine allgemeingültige Zeit für die größte Reichweite – wenn es doch so einfach wäre!

Stellen Sie die Uhr nach Ihrer Zielgruppe 

Stimmen Sie den perfekten Zeitpunkt auf Ihre Zielgruppe ab: Während Schüler sich eher nachmittags in den sozialen Netzwerken tummeln, sind Arbeitnehmer dort meist abends anzutreffen. Wichtig ist zudem, ob sich Ihr Content an Privat- oder Geschäftskunden richtet. Bei Letzteren kann es elementar für Ihr Unternehmen sein, dass Ihre Posts bereits morgens gelesen werden.

Mit ein paar Klicks wissen Sie mehr: Unter „Statistiken“ – „Beiträge“ zeigt Ihnen eine Grafik auf Ihrer Fanpage, wann die meisten Fans Ihre Seite besuchen. Gerade zum Peak erzielen Sie eine große Reichweite.

Facebook: Richten Sie Ihre Posting-Zeiten nach Ihrer Zielgruppe

Lassen Sie Ihre Zielgruppe bestimmen, wann Sie auf Facebook posten!

Diese Regel gilt natürlich nicht bei Eilmeldungen. Posten Sie erst nach mehreren Stunden, dass Deutschland Weltmeister ist oder ein Bundespräsident seinen Rücktritt erklärt, werden Sie statt gelikt nur müde belächelt. Hier heißt es „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ – beziehungsweise den User!

Facebook versus organische Reichweite

So wie ein Kuchen nicht nur aus einer Zutat besteht, hilft Ihnen die richtige Zeit allein auch nicht aus. Ihr Kuchen ist die Reichweite! Das Problem: Die anderen Zutaten dafür besitzt allein Facebook. Die Plattform entscheidet durch ihren Algorithmus, welche Ihrer Posts im News Feed der User erscheinen. Und für die Relevanz im News Feed haben wiederum User Engagement und Verweildauer großen Einfluss.

Brian Boland von Facebook begründet das damit, dass durch Smartphones, Tablets und Co. immer mehr Posts gelikt, geteilt und kommentiert werden. Allein im letzten Jahr sind die „Gefällt mir“-Angaben um 50 Prozent gestiegen. Dadurch würden den Usern unzählige Posts im Newsfeed angezeigt. Facebook möchte die User nicht überfordern und dafür sorgen, dass ausschließlich gute Inhalte die verdiente Aufmerksamkeit bekommen.

Deshalb selektiert die Plattform Inhalte für den User vor. Durch diesen „Service“ sinkt automatisch die organische Reichweite der einzelnen Posts – um satte 88 Prozent!

Facebook selektiert Inhalte für die User vor

Facebook sieht sich als Helfer in der Not und bestimmt, welche Posts die User zu interessieren haben. Screenshot: techcrunch.com (@joshconstine)

Auf dem Weg zum Kuchenbäcker

Das ist heftig! Sie sollten jetzt aber nicht den Kopf in den Sand stecken. Denn auch Sie haben Einfluss auf den News Feed:

  1. Inhalte auf Facebook sind vergänglich. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Posts langlebiger werden. Betten Sie diese zum Beispiel mit dem Page Plugin von Facebook in Artikel auf Ihrem Blog ein. So bilden Sie Ihre Fanpage auf Ihrer Website ab.
  2. Nutzen Sie verschiedene Kanäle wie Instagram, Pinterest oder Twitter und teilen Sie Ihre Beiträge auf den verschiedenen Plattformen. So kurbeln Sie zusätzlich die Reichweite an.
  3. Wählen Sie für Ihre Posts Themen, die eine Diskussion anregen und somit für reichlich Kommentare sorgen.
  4. Gewinnspiele und Umfragen führen zusätzlich zu mehr Interaktion auf Ihrer Fanpage.
  5. Veröffentlichen Sie lieber wenige und dafür hochwertige Inhalte. Posten Sie viel, rutschen Ihre Beiträge buchstäblich in die Versenkung und bekommen wenig Aufmerksamkeit. Zudem wird guter Content von Facebook im News Feed bevorzugt.
  6. Profitieren Sie zusätzlich durch Story Bumping: Löst ein Beitrag viel Interaktion aus, bekommt er von Facebook eine zweite Chance. Posts, die dem einen oder anderen User im News Feed bisher weit unten oder gar nicht angezeigt wurden, erscheinen nun weiter oben erneut.
  7. Passen Sie für Ihre Posts den richtigen Zeitpunkt ab.
  8. Entscheiden Sie sich neben Bild-Posts auch für Videos. Sie erzielen die größte Reichweite. Zeigen Sie den Usern zum Beispiel, wie ein bestimmtes Produkt funktioniert, bieten Sie ihnen einen Einblick hinter die Kulissen oder wünschen Sie ihnen einfach ein schönes Wochenende.
  9. Reagieren Sie auf Kommentare und markieren Sie in Ihrer Antwort den jeweiligen User.
  10. Richten Sie sich bei Ihren Inhalten vorwiegend nach den Vorlieben Ihrer Fans und stellen Sie Ihre Interessen hinten an.
Bilder, Meinungen, Emotionen – treffen Sie den Geschmack der User und Ihre Reichweite geht auf wie ein Hefeteig. Screenshot: socialmediatoday.com

Bilder, Meinungen, Emotionen – treffen Sie den Geschmack der User und Ihre Reichweite geht auf wie ein Hefeteig. Screenshot: socialmediatoday.com

Fazit

Die erhoffte Reichweite zu erzielen, ist nicht immer einfach – Facebook macht es einem aber auch nicht leicht. Der Tipp der sozialen Plattform: Statt auf organische Reichweite sollten Unternehmen auf „Paid Media“ setzen – frei nach dem Motto „Wer am meisten zahlt, rankt am besten!“. Das steht deutlich im Widerspruch zur Aussage von Brian Boland, dass Facebook überwiegend gute Inhalte an den User bringen will.

Doch solange Ihnen die sozialen Netzwerke noch die – wenn auch sehr geringe – Möglichkeit bieten, mit hochwertigem Content zu überzeugen, sollten Sie diese nutzen. Emanzipieren Sie sich von Facebook! Planen und durchdenken Sie Ihre Posts, analysieren Sie Ihre Zielgruppe und geben Sie nicht auf. Denn eines ist Fakt: Ein selbst gebackener Kuchen schmeckt viel besser als ein gekaufter – auch Ihren Usern!

Bildquelle: © bearbeitete Vorlagen von onlyyouqj und Sokolic, iStockphoto

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Linda Carstiuc

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