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Visual Storytelling: Die Macht der Bilder

8. April 2016

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Geschichten erzählen mit Bildern – das ist die hohe Kunst des modernen Marketings. Richtig eingesetzt erzeugen visuelle Elemente starke Emotionen beim Betrachter. Nutzen Sie visuelle Kommunikation, damit Ihre Marke in Erinnerung bleibt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Visual Storytelling richtig einsetzen.

Als Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen wird immer schwieriger – zu groß ist die Flut an Infos, die auf die Kunden einprasselt. Visuelle Elemente als Teil Ihrer Unternehmenskommunikation sind deshalb eine wichtige Methode, um aus der Masse herauszustechen. Sie bieten Ihnen die Chance, Ihre Botschaften neu, attraktiv und spannend zu verpacken.

Ein Beispiel dafür: Facebook-Posts mit Photo oder Video werden bis zu zehn Mal häufiger angeklickt und geteilt als Posts aus reinem Text. Gleichzeitig werden Social-Media Plattformen wie Instagram, Pinterest und Snapchat immer beliebter – während Branchenexperten schon über den „Tod“ textlastiger Kanäle wie Twitter spekulieren.

Visual Storytelling: Bilder erzählen Geschichten – und bleiben im Kopf

Petra Sammer und Ulrike Heppel analysieren in Ihrem Buch „Visual Storytelling. Visuelles Erzählen in PR & Marketing“ warum Bilder in der Unternehmenskommunikation so wichtig sind – und wie Sie diese richtig einsetzen.

Laut den Autorinnen ist die visuelle Kommunikation auf dem Vormarsch – denn Bilder

  • sind über Sprachbarrieren hinaus schnell verständlich und interpretierbar,
  • fesseln die Aufmerksamkeit der Konsumenten und
  • sind weniger komplex und zeitraubend als Texte.
Visual Storytelling bei Coca-Cola

Coca-Cola macht’s vor – mit einer Website im Stil eines Magazins. Die Story ist sofort verständlich und bleibt im Kopf. Prost!
Quelle: Screenshot www.coke.de

Bilder, die nur Text ausschmücken, reichen nicht mehr aus. Als Unternehmen müssen Sie nicht nur durch visuellen Content aus der Masse der Marketing-Messages herausstechen – sondern mit dem eigenen Bild auch aus der Masse der Bilder. Das erreichen Sie, indem Sie Bilder nutzen, die eine Geschichte erzählen. Doch was bedeutet das genau?

Gute Bilder erzählen Geschichten … und Geschichten

  • brauchen einen Helden: Im Marketing-Storytelling funktioniert es gut, wenn Sie sich als Firma hinter einen Helden stellen, ihn begleiten und unterstützen.
  • starten mit einem Konflikt: Wecken Sie Neugier und überraschen Sie den Nutzer mit einer Wendung in Ihrer Geschichte.
  • berühren Emotionen und wecken Empathie: Gefühle überzeugen mehr und bleiben besser im Gedächtnis als nüchterne Fakten.
  • werden weitererzählt (Stichwort Viralität): Gestalten Sie Ihre Geschichte so, dass sich viele Leute damit identifizieren – und sie weitererzählen. Aber nicht zu allgemein, denn dann verwässern Sie Ihre Message. (Immer die Zielgruppe im Blick behalten;)!)
  • haben ein sinnstiftendes Motiv: Jede gute Geschichte hat einen Grund, erzählt zu werden.

Und wie erkennen Sie Bilder, die eine Geschichte erzählen? Narrative Bilder

  • sind authentisch: echt und ungeschönt. Viele Stockbilder fallen bei diesem Kriterium heraus: Sie sind schlicht zu austauschbar.
  • sind kulturell relevant: Sie transportieren besondere Momente mit Potential für Identifikation (keine stereotype Situationen).
  • lassen uns sensorisch eintauchen: Sie geben der Vorstellung freien Lauf und sprechen dadurch auch die Sinne hören, schmecken, riechen und fühlen an.

Ist Visual Storytelling etwas für jede Firma?

Bei Marken wie Coca-Cola im obigen Beispiel oder auch Modefirmen wie H&M oder ABOUTYOU funktioniert Visual Storytelling einwandfrei. Es handelt sich schließlich um Produkte, die wir leicht verstehen: Wir ziehen Kleider an und trinken Erfrischungsgetränke. Diese Marken benötigen nicht viel Text, um die Vorteile, den Nutzen und Mehrwert – die Unique Selling Propositons (USPs) – ihrer Produkte herauszustellen.

Bei vielen anderen Firmen ist es schwieriger (aber keinesfalls unmöglich!) visuelle Inhalte mehr in den Vordergrund zu stellen. Auch wenn sie Mikroskope, Arbeitsschuhe oder Standheizungen für Autos verkaufen, überzeugen eindrucksstarke und professionelle Fotos, die eine Geschichte erzählen.

Webasto Website Visual Storytelling

Visual Storytelling funktioniert auch für technische Produkte – zum Beispiel Standheizungen. Die Webasto-Website mit einem eindrucksstarken Bild, das „Kopfkino“ auslöst und in Erinnerung bleibt.
Quelle: Screenshot www.webasto.com

Unser Tipp: Bildsprache als Teil Ihrer Corporate Identity

Visual Storytelling findet auf allen Kanälen statt – sei es auf Ihrer Firmen-Website, in den sozialen Medien oder auch in Flyern und Kundenmagazinen. Probieren Sie, in Ihrer Unternehmenskommunikation über all diese Kanäle hinweg konsistent zu bleiben. Die Bildsprache gehört genauso wie der Tone of Voice zur Corporate Identity Ihres Unternehmens – die beiden sollten Hand in Hand gehen.

Treten Sie als Firma eher seriös auf und sprechen mit Ihren Kunden in einem offiziellen, erwachsenen Sprachstil, können junge, frische, provokante Bilder irritieren. Zumindest wirkt es nicht authentisch, wenn Sie Ihre Bild- und Ihre Textsprache nicht aufeinander abstimmen.

Noch besser ist es, wenn Ihre Bilder untereinander einen ähnlichen „Ton“ haben. Legen Sie zum Beispiel fest, ob Ihre Farben eher kräftig leuchtend oder pastellig sein sollen. Nutzen sie die Farben, die in Ihrem Logo vorkommen und wählen Sie weitere passende dazu aus. So erscheint Ihre Website, Ihr Facebook-Kanal oder Ihre Broschüre in einem einheitlichen Stil.

Tipp: Ein Styleguide, in dem Sie die Kriterien für Ihre Bilder exakt festlegen und mit Beispielen verdeutlichen, ist ein praktisches Tool. Damit vermitteln Sie Mitarbeitern und Agenturen, mit denen Sie zusammenarbeiten, eine genaue Idee Ihrer Corporate Bildsprache.

Mein Fazit: Mit Visual Storytelling können Sie viel erreichen. Ihr Unternehmen fällt auf, Sie bleiben im Gedächtnis potentieller Kunden und stärken Ihre Marke. Probieren Sie es aus – werden Sie zum erfolgreichen Geschichtenerzähler!

Bildquelle: © cincila, iStockphoto

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