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Visuelles Storytelling: Lasst Bilder sprechen!

10. November 2015

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Geschichten erzählen, Aufmerksamkeit erregen, Emotionen auslösen – das sind die Kräfte von Bildern. Sie sind im Post mindestens genauso wichtig wie ein guter, origineller Text. Grund genug für den Social Media Club in München, dem Thema Storytelling einen Diskussionsabend zu widmen: visuelles Web.

Bilder sagen mehr als Worte

Gekünstelt posieren und brav in die Kamera lächeln – so sieht das typische Stock-Bild aus. Das ist die schlechteste Wahl für einen Post! Damit langweilen Sie Ihre User und gehen im sozialen Netzwerk unter. Sie brauchen etwas, das anders ist, aus der Menge heraussticht und fasziniert.

Visuelles Storytelling: Lasst Bilder sprechen!

Das Erfolgsrezept von Petra Sammer lautet „Use the camera!“. Was die Autorin des Buches “Visual Storytelling” damit genau meint, verrät sie in ihrem Vortrag im Social Media Club: Kein Bild hat Erfolg, wenn es nicht authentisch, sinnlich und zugleich kulturell relevant ist. Der User muss einen starken Bezug zum Motiv haben, mit ihm etwas verknüpfen können – und vor allem, er muss es kennen. Zudem braucht visuelles Storytelling einen Archetypus. Eine gute Geschichte hat immer einen Helden, mit dem sich der User identifizieren kann.

Wichtig ist auch, dass Sie einen Grund und eine Strategie haben, für das, was Sie posten. Was möchten Sie aussagen, was erreichen und wie soll Ihre Marke wahrgenommen werden? Haben Sie darauf keine Antwort, heißt es: Finger weg von Social Media!

Visuelles Storytelling: Lasst Bilder sprechen!

Visuelles Storytelling: Lasst Bilder sprechen!

Referentin Petra Sammer und Gastgeber Klaus Eck beim #SMCMUC

Bier – das dankbarste Produkt für Storytelling

Social Media Experte Jochen Hencke alias Schneeengel schwört auf Bier, um seine User auf Instagram zu erreichen. Denn mit dem Gerstensaft hat fast noch niemand schlechte Erfahrungen gemacht. Ein Bier in ansprechender Umgebung, ein Call-to-Action – und schon klingeln die Userzahlen. Werbung hin oder her, egal: Bier läuft immer!

Und das scheint wirklich zu funktionieren: Man investiere 8.000 Euro, starte in Deutschland und den USA auf Instagram den Aufruf „Zeig‘ uns Deinen Stieglmoment!“, warte zweieinhalb Wochen und heraus kommen mehr als 22.000 frischgebackene Likes. Der Grund: Die User verbinden mit Bier positive Eigenschaften und Momente. Sie können sich mit dem Getränk identifizieren – da klappt Storytelling im Kopf der User wie von selbst.

Der Tipp des Abends von Jochen Hencke: Hashtags, Hashtags, Hashtags! „Ab elf Hashtags geht’s erst richtig los.“ Twitter bestraft mehr als zwei Hashtags, Instagram nicht – also nichts wie ran!
Visuelles Storytelling: Lasst Bilder sprechen!

Aufhören, wenn‘s am schönsten ist

Das Fazit für den Abend beim #SMCMUC? Informativ und unterhaltsam, aber viel zu kurz. Die Zeit verging wie im Flug – Kompliment und Kritik zugleich. Ich hätte mir noch mehr Infos und Erfahrungswerte zu visuellem Storytelling gewünscht.

Die Vorträge haben mich aber in jedem Fall in meiner Arbeit bestätigt: Als Verfechterin von hochwertigen, auf den Punkt geschriebenen und zugleich begeisternden Texten weiß ich auch, wie wichtig das richtige Bild im Web ist. Ihm schenken die User als Erstes ihre Aufmerksamkeit. Ein Fehlgriff und der User ist wahrscheinlich über alle Berge.

Visuelles Storytelling – ein Thema, das uns noch lange und gerne verfolgen wird.

Bildquelle: © Ed Gregory, pexels

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Linda Carstiuc

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